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Geschrieben von Ilsemarie Luttmann (Jägerschaft Osterode) am 23. Oktober 2015
Aktuell

Vorsicht Wildunfälle

Jägerschaft Osterode ruft Autofahrer zu erhöhter Rücksichtnahme auf

Nein, Elche gibt es im Harz zum Glück nicht. Aber auch Unfälle mit deutlich kleineren Wildtieren wie Wildscheine oder Rehe können fatale Folgen haben.
Nein, Elche gibt es im Harz zum Glück nicht. Aber auch Unfälle mit deutlich kleineren Wildtieren wie Wildscheine oder Rehe können fatale Folgen haben.

Im Herbst herrschen häufig schlechte Sicht- und Fahrverhältnisse auf den Straßen. Die tiefstehende Sonne, nasses Laub auf der Fahrbahn und dazu die anstehende Zeitumstellung sorgen für ein erhöhtes Wildunfallrisiko. Die Jägerschaft Osterode appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam und vorausschauend zu fahren.

„Wildtiere folgen ihrem natürlichen Biorhythmus“, erläutert Dr. Karl Schumann, Vorsitzender der Jägerschaft Osterode. „Für die Tiere bedeutet die Phase der Dämmerung vermeintliche Sicherheit vor Fressfeinden. Deshalb sind sie dann besonders aktiv und wechseln von ihren Einständen zur Nahrungsaufnahme auf die Wiesen und Felder.“ Mit der Zeitumstellung fällt diese Aktivitätsphase in die Zeit des Berufsverkehrs und erhöht damit die Gefahr von Wildunfällen.

 

Tempo runter und immer mit Nachzüglern rechnen

„Angepasste Geschwindigkeit, erhöhte Wachsamkeit und Warnhinweise beachten“, nennt Schumann die wichtigsten Verhaltensregeln, um Wildunfällen vorzubeugen. Zudem: Sollte ein Wildtier die Straße überqueren, unbedingt mit Nachzüglern rechnen – viele Wildtiere leben in Familienverbänden beziehungsweise sind in Gruppen unterwegs.

Besonders an der B 27 zwischen Herzberg und Auekrug, an der Strecke zwischen Bad Sachsa, Walkenried und Wieda, sowie zwischen Dorste und Katlenburg und an der B 243 zwischen Herzberg und Osterode ist es gefährlich. Hier hat es in der Vergangenheit immer die meisten Wildunfälle gegeben.

 

Nach Wildunfall die Polizei benachrichtigen

Und weil Prävention besonders wichtig ist, wollen die Polizeiinspektion Northeim/Osterode, das Straßenverkehrsamt und die Untere Jagdbehörde des Landkreises Osterode sowie die Kreisjägerschaft mit den Jagdpächtern verstärkt durch Präventionsmaßnahmen auf Gefahrenbereiche hinweisen beziehungsweise Unfälle verhindern. Dazu sollen unter anderem Wildwarnreflektoren oder Leuchtfolien angebracht werden oder rote Dreibeine an den Stellen aufgestellt werden, an denen es bereits Wildunfälle gegeben hat. Immer noch der beste Schutz vor Wildunfällen mit manchmal schwerwiegenden Folgen seien aber angepasste Geschwindigkeiten, besonders in der Dämmerung und in der Nacht.

Sollte es dennoch zu einem Wildunfall kommen, heißt es: Unfallstelle sichern und umgehend die Polizei benachrichtigen. Diese informiert den zuständigen Jäger, der mit seinem extra ausgebildeten Jagdhund auch vermeintlich unverletzt geflüchtete Wildtiere finden und gegebenenfalls von ihrem Leid erlösen kann.


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