Geschrieben von ski am 18. November 2015
Brand im siebten Stock
Großübung unter realistischen Bedingungen am Hotel Panoramic



Um 18:17 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert: die Brandmeldeanlage im Hotel Panoramic wurde ausgelöst. Was die Feuerwehrkameraden nicht wissen konnten: Stadtbrandmeister Martin Dannhauer hatte den Rauchmelder selbst aktiviert, mit einem Testspray. Nach acht Minuten waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort.
"Bestätigtes Feuer im siebten OG"
Das Szenario der Übung: es brennt lichterloh im siebten Obergeschoss des linken Turms, mehrere Verletzte, starke Rauchentwicklung.
Um nicht die ganze Ausrüstung hochtragen zu müssen, wurde ein sogenanntes Depot angelegt: mit der Drehleiter wurde die Ausrüstung in den fünften Stock gebracht. Denn Löschgeräte wie Schläuche, Armaturen, Rohre, Tragen, Fluchthauben und Rauchabschlüsse hochschleppen zu müssen, kostet Zeit und Kraft. Und es mussten ja die 19 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr gerettet werden, die die Verletzten spielten. "Bei solchen Objekten sind die Treppenhäuser in der Regel rauchfrei", so erklärte Dannhauer. Zwei Stockwerke unter dem Brandort wird dann die Ausrüstung deponiert und die PA-Geräte (Pressluftatemgeräte) werden angelegt. Gleichzeitig wurde ein Schlauch bis hinunter zur Oder gelegt, um auch von dort Wasser beziehen zu können, eine Strecke von etwa fünf- bis sechshundert Meter.
Alle vier Ortswehren waren an der Übung beteiligt, auch der Rettungsdienst war dabei, insgesamt waren etwa 80 Kräfte im Einsatz. Im Ernstfall würden aber auch die umliegenden Wehren noch nachalarmiert und noch sehr viel mehr Einsatzkräfte und Fahrzeuge kämen zusammen.
Mitte November ist im Panoramic ohnehin keine Saison, und der linke Turm ist derzeit nur mit Personalwohnungen belegt - eine günstige Zeit also, eine Großübung durchzuführen, ohne Gäste allzu sehr zu stören. Zumal eine solche Übung ja auch im Sinne der Gäste ist: zum einen dient sie der Sicherheit, zum anderen bekommt man so etwas ja auch nicht alle Tage zu sehen.



