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Geschrieben von ski am 23. November 2015

Aktuell

Telefonanschluss, Räumlichkeiten, Bettwäsche - und ehrenamtliche Helfer: was wirklich gebraucht wird

Der Kinderschutzbund veranstaltete am Samstag einen Tag der offenen Tür in der Kleiderkammer

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"Wir könnten noch viel mehr Räume belegen": da sind sich Janka Eckhardt und Michael Quendler vom Kinderschutzbund sicher. Denn die vielen Angebote, die der Verein macht, benötigen Platz. Ganz vorne dabei die Kleiderkammer, die übrigens allen Lauterbergern, die Unterstützung benötigen, offensteht. Aus kleinen Anfängen mit ein paar gespendeten Sachen sind nun innerhalb weniger Monate mehrere Räume mit gutsortierten Herren-, Damen- und Kindersachen geworden. Darüberhinaus gibt es Spielzeug, Hausrat und anderes. Aber auch die vielen Sprachkurse für Flüchtlinge müssen ja irgendwo stattfinden. Fünfmal pro Woche wird derzeit Deutschunterricht erteilt. Im Stadthaus in der Ahnstraße 20 ist also ganz schön viel los.

Dringend benötigt: Freiwillige Helfer

Doch das dringendste Problem sind nicht einmal die Räume, obwohl mehr Platz jederzeit willkommen ist: es werden immer noch dringend weitere ehrenamtliche Helfer benötigt. Für Flüchtlingspatenschaften, Deutschunterricht, für die Kinderbetreuung während der Deutschkurse, und einfach um Gespräche mit den Flüchtlingen zu führen, zum Beispiel beim Kulturtreff am Montagnachmittag.  Und für Büroarbeiten und Telefondienst: "Wir arbeiten jede Woche unzählig viele Stunden, und vieles davon sind Telefonate und Organisationsarbeit", so Janka Eckhardt.  Um die Aktiven hier zu unterstützen, wird dringend jemand gesucht, der dabei helfen kann.

Sponsor für Telefon und Internet benötigt

Überhaupt fehlt ein Telefon: es gibt keinen Festnetzanschluss, alles läuft über das Handy des Kinderschutzbundes. Internetanschluss? Das ist ebenfalls Fehlanzeige. Es wird also auch dringend ein Sponsor gesucht, der für die Flüchtlingshilfe einen Telefon- und Internetanschluss spendiert. Für die Flüchtlinge könnte dann ein WLAN zur Verfügung gestellt werden, damit sie via Smartphone leichter Kontakt zu ihrer Heimat halten können.
Ach ja, und Computer, ein Kopierer, Scanner sowie andere Büroausstattung wäre auch sehr hilfreich. Doch vor allem natürlich Menschen, die sich bereiterklären, ehrenamtlich zu helfen. Derzeit sind schon etwa 80 Freiwillige bei der Bad Lauterberger Flüchtlingshilfe engagiert. Doch da der Zustrom von Asylbewerbern nicht nachlässt und es jede Woche Neuankömmlinge gibt, werden händeringend weitere Helfer gesucht.

Keine Angst vor Sprachbarrieren - irgendwie geht es immer

"Wir mussten manche Flüchtlingspaten schon mehrfach belegen", erklären Janka Eckhardt und Michael Quendler - also so, dass sich ein Ehrenamtlicher um mehrere Flüchtlinge kümmert.
Klar, dass die Sprachbarriere dabei nicht immer einfach ist - aber Eckhardt und Quendler machen Mut: "Wir sprechen teilweise mit Händen und Füßen, aber es klappt irgendwie. Außerdem helfen und informieren sich die Flüchtlinge gegenseitig und wir haben auch fast immer jemanden, der notfalls übersetzen kann."

Was an Sachspenden gebraucht wird

Sachspenden für die Kleiderkammer sind weiterhin gefragt: es werden Bettwäsche und Handtücher benötigt, aber auch Geschirr, Besteck und Töpfe, sie müssen jedoch gut erhalten sein. Bücher werden nicht mehr benötigt, ausgenommen Schulbücher, jedoch ausschließlich Schulbücher vom Vorjahr (wegen der häufigen Neuauflagen der Schulbuchverlage können auch wenige Jahre alte Bücher nicht mehr im Unterricht verwendet werden). Auch andere Schulsachen sind noch gefragt: guterhaltene Ranzen, Federmappen, Schreibmaterial, Rechenschiffchen und ähnliches.
Für vorhandene, bereits gespendete Fernseher werden noch Sat-Receiver gesucht, die Flüchtlingen ermöglichen können, Sender aus ihrer Heimat zu empfangen.

Räume für Fahrradwerkstatt gesucht

Und neben Arbeitskraft und Sachspenden wird noch etwas gebraucht: Räumlichkeiten, in denen eine Fahrradwerkstatt untergebracht werden kann. Dort könnten Bedürftige anderen Bedürftigen helfen. Es gibt bereits Ehrenamtliche, die die Leitung übernehmen könnten - aber es müssten ebenerdige, beheizbare Räumlichkeiten gefunden werden, wo eine solche Fahrradwerkstatt untergebracht werden kann.


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