Geschrieben von Gordy am 22. Februar 2013
Aktuell
Am Donnerstag, dem 21. Februar, hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Lauterberg, Inge Holzigel, im Rahmen der Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag 2013 zu einem recht interessanten Vortrag über die „Bestattungskultur im Wandel“ eingeladen. Im Haus des Gastes referierte die Friedwald-Südharz-Försterin Brigitte Lux über die sich zunehmender Beliebtheit erfreuende, alternative Form der Bestattung.
FriedWald ist ein geschütztes Label nach einer Idee, die ihren Ursprung in der Schweiz hat und sich in den letzten 12 Jahren an 44 Standorten in der Bundesrepublik etabliert hat. Vor den Toren Bad Sachsas wurde ein FriedWald im Jahr 2007 auf 65 ha Waldgelände des Forstamtes Bad Lauterberg eröffnet. Nach den Statuten wird dieser Wald für 99 Jahre angelegt und bleibt ein Erholungsgebiet für alle Menschen.
Unterschiedliche Baumgräber für Familien, Partner, Freundeskreise oder alleinstehende Menschen stehen zur individuellen Auswahl. Die Asche Verstorbener wird in einer biologisch abbaubaren Urne, direkt an den Wurzeln eines Baumes, beigesetzt - unabhängig von Konfessionen und frei von sozialen Zwängen. Die Grabpflege im FriedWald übernimmt niemand geringerer, als die Natur selbst.
Der Wald werde von vielen Menschen bereits zu Lebzeiten als ein Ort der Ruhe und des Friedens empfunden. Neben dem Ansinnen, den Angehörigen die Pflicht der Grabpflege zu ersparen, sei dieses Empfinden ebenfalls ein wesentlicher Beweggrund bei der Entscheidung für diese Bestattungsform.
Bei aller Hilfestellung durch das FriedWald-Team muss natürlich im Eintritt des Trauerfalls stets der rechtlich vorgeschriebene Weg eingehalten werden, der es in jedem Fall notwendig macht, einen amtlichen Bestatter einzuschalten.
Der Vortag war verhältnismäßig gut besucht und die Zuhörer sorgten zu jedem Zeitpunkt mit ihren Fragen für allerlei Diskussionspunkte. Brigitte Lux zeigte sich an diesem Abend als ebenso kompetente, wie charmante Referentin, der man zweifelsfrei die Freude an ihrer Arbeit anmerken konnte. Die Erkenntnis, dass alternative, von der Tradition abweichende Bestattungsformen immer mehr an Zuspruch gewinnen würden, wäre, wie aus berufenen Mund von Bestattern oder Kirchenvorstandsmitgliedern zu vernehmen war, auch für den Friedhof Bad Lauterberg schon vor längerer Zeit Anlass, entsprechend darauf zu reagieren. Auch hier gäbe es mittlerweile Beisetzungen in natürlicher, würdevoller Umgebung mit Namensschild an einem Baum oder auf einer Steinplatte, die später keine Grabpflege durch die Angehörigen benötigen.
Bestattungskultur im Wandel
Der Wald - ein Ort der Ruhe und des Friedens
Am Donnerstag, dem 21. Februar, hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Lauterberg, Inge Holzigel, im Rahmen der Aktivitäten rund um den Internationalen Frauentag 2013 zu einem recht interessanten Vortrag über die „Bestattungskultur im Wandel“ eingeladen. Im Haus des Gastes referierte die Friedwald-Südharz-Försterin Brigitte Lux über die sich zunehmender Beliebtheit erfreuende, alternative Form der Bestattung.
FriedWald ist ein geschütztes Label nach einer Idee, die ihren Ursprung in der Schweiz hat und sich in den letzten 12 Jahren an 44 Standorten in der Bundesrepublik etabliert hat. Vor den Toren Bad Sachsas wurde ein FriedWald im Jahr 2007 auf 65 ha Waldgelände des Forstamtes Bad Lauterberg eröffnet. Nach den Statuten wird dieser Wald für 99 Jahre angelegt und bleibt ein Erholungsgebiet für alle Menschen.
Unterschiedliche Baumgräber für Familien, Partner, Freundeskreise oder alleinstehende Menschen stehen zur individuellen Auswahl. Die Asche Verstorbener wird in einer biologisch abbaubaren Urne, direkt an den Wurzeln eines Baumes, beigesetzt - unabhängig von Konfessionen und frei von sozialen Zwängen. Die Grabpflege im FriedWald übernimmt niemand geringerer, als die Natur selbst.
Der Wald werde von vielen Menschen bereits zu Lebzeiten als ein Ort der Ruhe und des Friedens empfunden. Neben dem Ansinnen, den Angehörigen die Pflicht der Grabpflege zu ersparen, sei dieses Empfinden ebenfalls ein wesentlicher Beweggrund bei der Entscheidung für diese Bestattungsform.
Bei aller Hilfestellung durch das FriedWald-Team muss natürlich im Eintritt des Trauerfalls stets der rechtlich vorgeschriebene Weg eingehalten werden, der es in jedem Fall notwendig macht, einen amtlichen Bestatter einzuschalten.
Der Vortag war verhältnismäßig gut besucht und die Zuhörer sorgten zu jedem Zeitpunkt mit ihren Fragen für allerlei Diskussionspunkte. Brigitte Lux zeigte sich an diesem Abend als ebenso kompetente, wie charmante Referentin, der man zweifelsfrei die Freude an ihrer Arbeit anmerken konnte. Die Erkenntnis, dass alternative, von der Tradition abweichende Bestattungsformen immer mehr an Zuspruch gewinnen würden, wäre, wie aus berufenen Mund von Bestattern oder Kirchenvorstandsmitgliedern zu vernehmen war, auch für den Friedhof Bad Lauterberg schon vor längerer Zeit Anlass, entsprechend darauf zu reagieren. Auch hier gäbe es mittlerweile Beisetzungen in natürlicher, würdevoller Umgebung mit Namensschild an einem Baum oder auf einer Steinplatte, die später keine Grabpflege durch die Angehörigen benötigen.
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