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Geschrieben von Boris Janssen am 17. Dezember 2015
Aktuell

Zwei Schwerverletzte nach missglücktem Überholmanöver

Länderübergreifender Großeinsatz nach Unfall auf B 243 – Stundenlange Sperrung für komplizierte Rettung

Auch der ASB Bad Lauterberg war am Einsatz beteiligt. (Foto: Archiv)
Auch der ASB Bad Lauterberg war am Einsatz beteiligt. (Foto: Archiv)

Zwei Schwerverletzte hat ein Unfall am Mittwochnachmittag (16.12.2015) auf der B 243 zwischen Mackenrode und Holbach gefordert. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich derart schwierig, dass es zu einem länderübergreifenden Großeinsatz kam, für den die Bundesstraße mehrere Stunden lang gesperrt war. Unfallursache war ein missglücktes Überholmanöver.

Offenbar hatte ein Autofahrer die Entfernung zum Gegenverkehr falsch eingeschätzt, als er einen Bus überholen wollte. Der entgegenkommende Fahrer hatte zwar noch versucht auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern – sein Wagen überschlug sich mehrfach, und blieb in einem Bachbett liegen. Die Fahrer beider Autos wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Herumfliegende Teile beschädigten zudem ein drittes Auto, dessen Fahrer blieb aber unverletzt.

Zur Bergung der Verletzten kamen die Feuerwehren aus Bad Sachsa/Neuhof mit dem Rüstzug, Ellrich, Mackenrode, Liebenrode, Klettenberg und Holbach zum Einsatz. Auch der Rettungswagen vom DRK aus Bad Sachsa und das Notarzt-Einsatzfahrzeug vom ASB aus Bad Lauterberg waren unter den ersten Rettungsmitteln am Unfallort.

Die technische Rettung gestaltete sich dann äußerst anspruchsvoll, da die Verletzten in komplizierter Lage eingeklemmt waren. Der aufgrund der Witterungslage völlig vermatsche Hang erschwerte die Rettungsarbeiten zusätzlich. Erst nach zwei Stunden waren die Fahrer befreit und konnten in die Kliniken Nordhausen und Herzberg gebracht werden.

Als positives Fazit ziehen die Einsatzkräfte, dass die kreis- beziehungsweise länderübergreifende Zusammenarbeit der eingesetzten Feuerwehren, Rettungsdienste und Notärzte sehr gut funktioniert habe. Allerding sei es beim Anrücken an die Unfallstelle mitunter hinderlich gewesen, dass einige Autofahrer begonnen hatten, im Stau zu wenden, und damit die Anfahrt der Einsatzfahrzeuge erschwerten.


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