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Geschrieben von Gordy am 02. März 2013
Aktuell

Die große Reise

Mit Fahrrad und Tuk-Tuk in 4 Jahren um die Welt.

Am Bücherstand musste Daniel Snaider noch viele Fragen beantworten
Am Bücherstand musste Daniel Snaider noch viele Fragen beantworten
Einen Harzer Kräuterschluck mit viel Lob und Dank gab es von Renate Dittmar
Einen Harzer Kräuterschluck mit viel Lob und Dank gab es von Renate Dittmar
Natürlich wurden die Bücher auch signiert
Natürlich wurden die Bücher auch signiert


Daniel Snaider nahm am Donnerstag, dem 28. Februar, einen mit abenteuerlustigen Zuhörern gut gefüllten Kursaal mit auf eine außergewöhnliche Reise um die Welt. Veranstalter dieses spannenden Vortrags war der Kulturkreis Bad Lauterberg.
Gemäß der ursprünglichen Reiseplanung sollte es eigentlich "nur" bis ans Ende der Welt, also nach Feuerland, gehen. Damit die ganze Unternehmung auch einen wirklich abenteuerlichen Anstrich bekam, entschieden sich die beiden Altmühltaler Daniel Snaider und seine Lebensgefährtin Susi Bemsel für das Fahrrad als Fortbewegungs-und Transportmittel.
Eine Entscheidung die, nach eigenen Worten, dem (damals noch) leidenschaftlichen Nichtradler Snaider nicht unbedingt entgegen kam.
Über Norwegen führte sie der Weg zunächst über das Meer auf das ebenso bitterkalte, wie faszinierende Island. Die Inseldurchquerung war alles andere als leicht aber sie vertrauten da ganz den Worten eines anderen Weltenbummlers: "Es ist nicht lebensgefährlich". Na ja.
Wieder auf dem Wasserweg erreichte man den nordamerikanischen Kontinent. Von dort ging es über einigermaßen komfortable Highways bis zu den wenig freundlichen Urwaldpisten in Mittelamerika. Irgendwann standen dann mal eben die die Anden im Weg und eine Überquerung ließ sich nicht umgehen. Weiter trieben die beiden Abenteurer aus Bayern ihre Drahtesel durch Wüsten und Buschland. Irgendwann durchquerten sie dann das sturmgepeitschte Patagonien und bald war ihr Ziel, Feuerland, erreicht. Das sollte es eigentlich gewesen sein, wäre da nicht die Abenteuer- und Entdeckungslust gewesen, die nun erst so richtig Besitz von den beiden ergriffen hatte.
Irgendwie durfte die Reise noch nicht zu Ende sein, denn so Vieles gab es doch noch zu sehen und zu erleben.
Ab ging’s nach und durch Down Under, bevor man mit Obstpflücken in Neuseeland die Reisekasse wieder entsprechend auffüllen konnte. So trieb es sie irgendwann nach Asien, u. a. nach Thailand, wo nach längerer Organisationsphase der Umstieg auf ein original thailändisches Tuk Tuk. Gute Beziehungen, die in einigen Wochen gewachsen waren, sorgten dafür, dass dieses motorisierte, dreirädrige Thai-Taxi der fahrbare Untersatz für den Rest der Reise wurde. Schon bald rankten sich in ganz Ostasien Legenden um die beiden "Langnasen" (so bezeichnet man in Asien die Europäer), denn so recht wollte hier niemand daran glauben, dass ein solches Gefährt den Anforderungen für eine Weltumrundung entspricht. Gute Beziehungen, handwerkliches Geschick, Ideenreichtum und ein stets unerschütterlicher Glaube an das Gelingen der Unternehmung brachte die beiden "Tuk-Tuk-Bayern" über Japan, durch die unwirtliche sibirische Wildnis bis in die mongolische Steppe. Immer weiter, entlang der legendären Seidenstraße, tuckerten sie so bis nach Afrika.
Auch das größte Abenteuer geht irgendwann einmal zu Ende. Nahezu vier Jahre und etwa 73.000 km waren vergangen bis zur Rückkehr nach Europa. Neben einem grandiosen Empfang im bayerischen Eichstätt konnten sich die Weltumrunder noch über einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde, für die längste, jemals zurückgelegte Strecke mit einer dreirädrigen Rickscha freuen.
Mit seiner Film- und Dia-Präsentation hatte Daniel Snaider den Abenteurernerv der Besucher absolut getroffen. Wer dann immer noch nicht genug hatte, für den hielt Snaider sein Buch zum Abenteuer mit dem Titel "Erdanziehung - Die große Reise", bereit.
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