Geschrieben von Boris Janssen am 15. März 2013
Bad Lauterberg fürs iPhone
In der Region einmalig: Ein Stadt- und Reiseführer als Smartphone-App


Dass man ihn überall mit hinnehmen kann, sollte für einen Stadt- und Reiseführer ja nichts Besonderes sein. Für die Kneippstadt aber gibt es jetzt einen nagelneuen – und der hat noch viele andere Vorteile: Er braucht keinen zusätzlichen Platz, er wiegt nichts, aktualisiert sich von selbst und er ist kostenlos. Sein Einsatzgebiet: die Smartphones und Tablets von Gästen und Einheimischen. Sein Name: „Bad Lauterberg App“.
Am Freitag (15.03.2013) stellten Margret Freund-Breuer, Geschäftsführerin des herausgebenden Kohlmann Medienkontors, und Bürgermeister Dr. Thomas Gans die Anwendung vor. Sie ist für die Region bisher einmalig und bietet eine Fülle an Informationen über Bad Lauterberg und die Umgebung. Wo liegt die Stadt und was sind ihre Sehenswürdigkeiten? Wo haben Kinder und Erwachsene richtig Spaß, wo können sie prima entspannen? Wo gibt es interessante Landschaften und Museen, Geld am Automaten oder die nächste Apotheke?
Natürlich sind die Informationen reich bebildert, teilweise mit Bildergalerien. Die Bad Lauterberg App nutzt aber auch viele weitere technische Möglichkeiten. Wer das GPS am Handy eingeschaltet hat, kann „in der Nähe“ seines Standortes suchen oder sich gleich zum Ziel navigieren lassen. Enthalten die einzelnen Einträge die nötigen Daten, kann man durch simples Klicken beim Pizza-Taxi anklingeln, dem Hotel eine E-Mail schicken oder die Website eines Vereines aufrufen.
Wer es dagegen nicht so sehr schätzt, wenn sein Handy durch den automatischen Zugriff auf allerhand Funktionen ein reges Eigenleben führt, oder wer einen Tarif ohne Internet-Flat hat, braucht keine Sorgen zu haben: Die App wurde bewusst als sogenannte native App entwickelt – sie funktioniert grundsätzlich offline. Das ist ohnehin sinnvoll, denn was nutzt jemandem seine Flatrate, wenn er auf dem Wanderweg im Funkloch steckt?
„So etwas braucht eine Touristenstadt“
Er sei spontan begeistert gewesen, als ihm Magret Freund-Breuer von der App-Idee erzählt habe, sagte der Bürgermeister. Und so sei es keine Frage gewesen, dass die Stadt das Medienkontor bei den Inhalten aber auch der Vermarktung der App unterstützt. So soll zum Beispiel der Kur- und Touristikbetrieb bei den Gästen dafür werben.
Apropos Werbung: Ein kostenloses Info-Produkt muss irgendwie finanziert werden. Das soll natürlich über bezahlte Inhalte passieren. Hier funktioniert die App ein wenig wie ein Telefonbuch. Es gibt kostenlose Grundeinträge, die gleichzeitig sicherstellen, dass die Nutzer möglichst alle relevanten Infos finden. Wer seine Ferienwohnung, seine Gaststätte oder sein Geschäft aber mit Text und Bild stilvoll präsentieren möchte, muss sozusagen eine Anzeige buchen.
Carsten Kröger (Geschäftsführer Modehaus Rudolphi) und Erik Cziesla (Geschäftsführer Klinik Dr. Muschinsky) haben das bereits getan. Sie hoffen auf eine gute Resonanz in der Bad Lauterberger Geschäftswelt. „Denn so etwas wie diese App braucht eine Touristenstadt heutzutage einfach“, stellte Kröger fest.
Klar ist aber auch, dass letztlich die Nutzer über den Erfolg entscheiden. Und die werden der App nur dann einen Platz auf der Speicherkarte einräumen, wenn sie für sie tatsächlich nützlich ist. Deshalb hofft Freund-Breuer auf die Mithilfe der User: Weitere Tipps für Urlauber, hat sich eine Adresse geändert oder ein Laden dichtgemacht. Solche Hinweise sollen in die monatlich geplanten Updates einfließen und die App immer weiter verbessern.
So ein moderner Stadt- und Reiseführer ist halt ein äußerst flexibles Ding. Und Margret Freund-Breuer hat noch manche inhaltliche Idee auf Lager. Sie verspricht: „Die App ist nicht nur was für Urlauber, sie ist auch was für Bad Lauterberger.“ Eben eine Bad Lauterberg App.
Die Bad Lauterberg App ist erhältlich für iOS (ab Version 4) im App-Store (externer Link) und für Android (ab Version 2.3) bei Google Play (externer Link).