.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Samstag, 18. Mai 2024
Login



Geschrieben von ski am 27. September 2012
Aktuell

Weltkulturerbe mit Wasserski?

Ortstermin am Wiesenbek

Hier möchte Maik Dombrowsky, Betreiber von Campingplatz und Baude, eine Wasserskianlage aufstellen lassen
Hier möchte Maik Dombrowsky, Betreiber von Campingplatz und Baude, eine Wasserskianlage aufstellen lassen

An diesem feuchtkalten Donnerstagmorgen fand ein ungewöhnlicher Ortstermin am Wiesenbeker Teich statt. Campingplatzbetreiber Maik Dombrowsky möchte dort eine Wasserskianlage errichten, deren Genehmigung ihm der Landkreis versagt hatte.

Ein Drahtseil von ca. 130 Metern Länge, das zwischen zwei stählernen Masten aufgespannt wird, einer dort, wo sich jetzt der Bootssteg befindet, einer am gegenüberliegenden Ende, jeweils gehalten von aufgespannten zwei Drahtseilen – so sähe die Anlage aus. Der Antrieb soll mit einem Elektromotor erfolgen.

Demgegenüber stehen die Bedenken des Landkreises – nicht aus Gründen des Naturschutzes (schließlich fahren dort auch Boote und es wurde viele Jahrzehnte lang die Badeanstalt betrieben), sondern vor allem aus Gründen des Denkmalschutzes, den der Teich als UNESCO-Weltkulturerbe genießt.

Daher befasste sich nun das Verwaltungsgericht Göttingen mit der Angelegenheit und brachte die Beteiligten zu einem Ortstermin zusammen. Viele rechtliche Fragestellungen gilt es dabei zu berücksichtigen – allerdings stellte sich heraus, dass die Planungsunterlagen, aufgrund deren Dombrowskys Antrag vom Landkreis abgelehnt wurde, ungenau oder fehlerhaft waren. Befestigt würden die Stahlseile, die den Träger halten, nämlich auf der dem Steg gegenüberliegenden Seite auf gemeindefreiem Gebiet, verwaltet von den Niedersächsischen Landesforsten.

Nun muss erst einmal deswegen neu verhandelt und geplant werden. Die Klage wurde daher von Dombrowsky zurückgenommen.

Die Stadt spricht sich indes für das Projekt aus und erhofft sich eine Attraktion, die von Touristen und Einheimischen genutzt werden könnte. Denn, so Bürgermeister Dr. Thomas Gans: „Was nützt uns ein Weltkulturerbedenkmal, das kaum jemand sieht? Wenn wir hier eine Attraktion haben, dann kommen auch die Leute, dann sehen sie das Denkmal und dann können sie es wertschätzen.“


.................................................................................................................................................

Bild der Woche