Geschrieben von ski am 19. August 2016
„Kaum noch Fehlalarme“
Exide unterstützte die Freiwillige Feuerwehr Bad Lauterberg wieder mit Spende – und musste sie kurz darauf in Anspruch nehmen

Auch in diesem Jahr hat die Exide wieder eine großzügige Spende an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lauterberg geleistet. Stadtbrandmeister Martin Dannhauer sowie Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann bedankten sich wieder persönlich für die Unterstützung und hatten dazu ihr neuestes Fahrzeug mitgebracht. Das ist allerdings etwas kleiner ausgefallen als dasjenige, das sie im letzten Jahr dabei hatten – aber ist ebenso notwendig. „Das hat der Förderverein angeschafft, unter anderem, damit wir auswärtige Termine wahrnehmen können. Viele Kameraden haben auch überörtliche Funktionen und sind daher viel im Kreis unterwegs, und müssen jetzt ja auch oft nach Göttingen“, erklärt Dannhauer. Außerdem wird das Fahrzeug auch für die Kinder- und die Jugendfeuerwehr desöfteren genutzt. Der ehemalige Notarztwagen wurde günstig gebraucht erworben und sieht aus wie neu. Besonders stolz sind die Feuerwehrleute auf die professionelle Beklebung: „Alles selbst in Eigenleistung gemacht“, betont Wiedemann.
Im Gespräch mit Werksleiter Alvaro Camarillo, Martin Mooslehner (Brandschutzbeauftragter der Exide) und Jacqueline Dempwolf (Assistentin der Werksleitung) lobten Dannhauer und Wiedemann auch die gemachten Fortschritte der Exide beim Brandschutz. Vor allem in die Brandmeldeanlage sei in den letzten Jahren viel investiert worden, so dass es kaum noch Fehlalarme gebe. Bei über 2000 Meldern, die sich auf dem Exide-Gelände befinden, eine bemerkenswerte Leistung. „Früher mussten wir oft wegen Fehlalarmen ausrücken – einmal war es drei Mal an einem Tag der gleiche Melder“, erinnert sich Wiedemann. Durch die selten gewordenen Fehlalarme – auch andere Betriebe haben in den letzten Jahren ihre Brandmeldeanlagen verbessert – werde die Feuerwehr entlastet, sagt der Ortsbrandmeister. Häufige Fehlalarme seien schlecht für die Motivation der Feuerwehrleute – jetzt sei es fast immer so, dass auch tatsächlich ein Grund bestehe, wenn ein Melder ausgelöst werde. Erst dreimal sei die Bad Lauterberger Feuerwehr in diesem Jahr bei der Exide im Einsatz gewesen – deutlich weniger als in früheren Jahren. Dass der Industriebetrieb eine gewisse Brandgefährdung aufweist, liegt in der Natur der Sache. Mit immer besserer Technik, etwa dem Einsatz von Wärmebildkameras, werden die Brandgeschehen jedoch seltener.
Eine kleine Ironie: Nur drei Tage, nachdem das Gespräch anlässlich der Spende bei der Exide stattgefunden hatte, musste die Bad Lauterberger Feuerwehr wieder dorthin ausrücken. Am 18.08.16, nachts um 3:06 Uhr kam es zu einem Brand im Rohrleitungssystem in einer Absauganlage. Der Brand wurde von der Feuerwehr, die mit sieben Fahrzeugen vor Ort war, gelöscht und die Anlage wurde anschließend wieder an den Betrieb übergeben. Nach kurzer Reparaturzeit konnte die Anlage wieder in Betrieb genommen werden. Personen- und Gebäudeschäden gab es laut Angaben der Exide nicht, es seien auch keine Schadstoffe freigesetzt worden.