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Geschrieben von Karl-Heinz Bleß am 29. August 2016
Aktuell

Diabetes-Rad-Event wurde zum Hitzerennen

Großer Preis von Bad Lauterberg: Es siegte das Team Diabetes-Zentrum – Einzelsieger wurde Robert Förster

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Die Siegerehrung beim Bambini-Rennen
Die Siegerehrung beim Bambini-Rennen
Die Einzelsieger des 20km-Rennens...
Die Einzelsieger des 20km-Rennens...
....und die 20km-Mannschaftssieger
....und die 20km-Mannschaftssieger
Die Sprintsieger...
Die Sprintsieger...
...und die Sieger im 40 km-Rennen
...und die Sieger im 40 km-Rennen
Gute Laune am Start trotz der Hitze
Gute Laune am Start trotz der Hitze

Das Rennen um den Großen Preis des Diabeteszentrums Bad Lauterberg ist zu einem Hitzerennen geworden. Bei 32 Grad im Schatten und entsprechend mehr als 40 Grad auf der Rennstrecke war allein das Zuschauen schon anstrengend, für die Sportler war es grenzwertig. Sport und Bewegung sollen Spaß machen. Dieses Signal ging trotzdem vom Rad-Event des Diabeteszentrums Bad Lauterberg aus.

Beim Hobby-Rennen über 20 Kilometer starteten 19 Mannschaften auf die 15 Runden lange Strecke im Kurviertel. Dabei war die Rennstrecke wegen einiger Engstellen etwa im Kleinen Kurpark schon anspruchsvoll. Trotz der Hitze gaben aber nur wenige auf, die meisten Radfahrer kamen ans Ziel.

Am Ende siegte die Mannschaft des Diabetes-Zentrums vor den Mannschaften von Novo Nordisk und Abbott Diabetes Care. Ganz knapp dahinter lag die Schülermannschaft der KGS auf Platz vier, das Team Balance Fitness fuhr auf Platz fünf. Die Siegprämien gingen an Bad Lauterberger Kindertagesstätten, denn die Teams hatten Patenschaften übernommen. So bekam der Kindergarten Bad Lauterberg 150 Euro, die Kindertagesstätte Bartolfelde 100 Euro und die Kindereinrichtung in Barbis 50 Euro. In der Einzelwertung siegte Martin Pflegel (Team Novo Nordisk) knapp vor Markus Wolter (Team Balance Fitness) nach 45 Minuten, auf Platz 3 kam mit zweieinhalb Minuten Rückstand Thomas Grafe vom Team Diabetes-Zentrum.

Warum sich Radsportler die Beine rasieren

Während des Rennens erfuhren die Zuschauer eine Menge über den Radsport. So fragte der Moderator des Tages, René Jacobs aus Hamburg, den Ex-Radprofi Robert Förster aus Leipzig, warum sich Radsportler die Beine rasieren. Die Antwort: Damit die Beine besser massiert werden können und damit nach einem möglichen Sturz die Haare nicht in die Wunde einwachsen können. Zudem hatte der Profi als Tipp für die Teilnehmer des ersten Rennens: „Bei einem Sturz auf jeden Fall den Lenker festhalten.“ Das verringere die Verletzungsgefahr. Erfreulicherweise blieb dieser Tag aber unfallfrei.

In einem anderen Interview erklärte der Radprofi Scott Ambrose, der extra für diese Veranstaltung aus Neuseeland angereist war, wie man seinen Blutzuckerspiegel während eines Rennens kontrolliert. Scott hat wie seine Kollegen vom Team Novo Nordisk Diabetes-Typ-1. Am Tag vor dem Rennen gab es noch einmal Aufregung, denn mit seinem Flieger war sein Gepäck und damit sein Sportgerät nicht mitgekommen. So musste er mit einem Ersatzrad Vorlieb nehmen.

Bernhard Reuter, passionierter Mountainbike-Fahrer, sagte im Interview mit René Jacobs, dass er sich sehr freue, dass auch die Mountainbiker, unter ihnen viele junge Leute, den Harz für sich entdeckt hätten. So habe er vor Jahren nur wenige Bikes auf dem Brocken getroffen, kürzlich seien hunderte Mountainbiker dort oben gewesen.

Das 40 Kilometerrennen der ambitionierten Hobbyfahrer und Profimannschaften startete um 13.30 Uhr in der Mittagshitze. Gleich nach dem Start lichteten sich die Reihen der Zuschauer deutlich. Entweder wollten die Familien zum Essen oder es war ihnen einfach zu heiß in der Sonne. Auch in diesem Rennen siegte ein verstärktes Team des Diabetes-Zentrums, bei dem auch der Organisator und Leitende Arzt der Klinik, Dr. Thomas Werner, mitfuhr. Auf Platz zwei kam Tuspo Weende Göttingen und auf den dritten Platz das Team Novo Nordisk.

In der Einzelwertung siegte überlegen Ex-Profi Robert Förster in einer Zeit von 1:16:33.712 Std. Er hatte sich in der vorletzten Runde von der führenden Gruppe abgesetzt. Es folgten Oliver Jahn (1:18:11.911) und Scott Ambrose (1:18:12.535). In der Sprintwertung lag Stefan Heider vor Robert Förster und Karlo Heider.


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