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Geschrieben von PM Helios Klinik Herzberg/Osterode am 17. September 2016
Aktuell

Wiederbelebung ist ganz einfach

Kostenloses Reanimationstraining in der Klinik Herzberg

Dr. med. Marc Uhlir.
Dr. med. Marc Uhlir.

Es kann überall passieren, in der Fußgängerzone, auf der Arbeit, beim Sport: Eine Person sackt in sich zusammen, liegt regungslos am Boden und ist nicht ansprechbar – plötzlicher Herzstillstand. Was jetzt? Viele Menschen haben Scheu mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, aus Angst, etwas falsch zu machen. Dabei ist Helfen ganz einfach. Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung (19. bis 25. September 2016) bietet die Helios Klinik Herzberg/Osterode allen Interessierten die Möglichkeit, die Herzdruckmassage zu lernen. Am Mittwoch, 21. September, findet zwischen 16.30 und 18 Uhr in der Klinik-Cafeteria ein kostenfreies Reanimationstraining statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 80.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Ist in dieser Notsituation jemand vor Ort, der innerhalb der ersten fünf Minuten mit einer Herzdruckmassage beginnt, um den Blutkreislauf aufrecht zu erhalten, steigen die Überlebenschancen des Betroffenen. Doch aus Angst etwas falsch zu machen, zögern viele: Nur etwa jeder sechste Ersthelfer beginnt mit einer sofortigen Wiederbelebung.

„Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Deshalb sollte möglichst jeder in der Lage sein, in dieser Notsituation als Ersthelfer eine Herzdruckmassage durchzuführen. Die richtige Hilfe ist ganz einfach“, erklärt Dr. med. Marc Uhlir, Oberarzt in der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin an der Helios Klinik Herzberg/Osterode.

 

Richtiges Verhalten im Notfall: PRÜFEN-RUFEN-DRÜCKEN

Wer eine leblose Person findet, sollte zunächst PRÜFEN: Atmet die Person, ist sie ansprechbar?

Nein – dann sofort Hilfe RUFEN: die 112 wählen. Ruhig bleiben und die Fragen der Feuerwehr-Leitstelle beantworten. Nicht auflegen! Der Gesprächspartner aus der Leitstelle wird genau sagen, was zu tun ist, und gleichzeitig Hilfe schicken.

Dann mit der Herzdruckmassage beginnen: den Brustkorb freimachen, den Handballen auf die Mitte der Brust legen, den Ballen der anderen Hand darüber. Finger verschränken. Arme durchgestreckt halten und senkrecht mit den Schultern über den Druckpunkt gehen. So kann am besten Kraft ausgeübt werden. Das Brustbein fünf bis sechs Zentimeter nach unten DRÜCKEN – und das 100 bis 120 Mal pro Minute. Nicht aufhören, bis der Rettungsdienst eintrifft. Falls die Kraft ausgeht, von einem anderen Ersthelfer ablösen lassen.

 

Kostenloses Reanimationstraining

Am Mittwoch, 21. September 2016, können Interessierte zwischen 16.30 und 18 Uhr in der Cafeteria der HELIOS Klinik Herzberg/Osterode ihre Wiederbelebungskenntnisse auffrischen. Innerhalb weniger Minuten lernen die Besucher, wie man im Falle des Falles zum Lebensretter werden kann. „Wir zeigen an der Reanimationspuppe, wie genau die Herzdruckmassage durchgeführt wird. Wer mitmacht, bekommt sehr schnell ein Gefühl für den notwendigen Kräfteeinsatz und die Druckfrequenz“, sagt Marc Uhlir, der das Training auch leiten wird.


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