Geschrieben von PM Diabeteszentrum Bad Lauterberg am 19. September 2016
Gefahren für die Patienten minimieren
Tag der Patientensicherheit im Diabeteszentrum Bad Lauterberg

Am 17. September findet jährlich der „Internationale Tag der Patientensicherheit“ statt. 2016 war das Schwerpunktthema Medikamentensicherheit. Dies war Anreiz für die Pflegekräfte im Diabeteszentrum Bad Lauterberg, Lösungsansätze für mehr Qualität und Sicherheit bei der Medikamentengabe zu erarbeiten.
In jedem Krankenhaus erhalten die Patienten verschiedene Medikamente, die sie täglich einnehmen müssen. Aufgabe der Pflegefachkräfte ist es, täglich diese Medikamente zu stellen und zu verabreichen. Bei dieser Routinetätigkeit werden die damit verbundenen Risiken leicht aus den Augen verloren und es kommt zu Fehlern. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, den Arbeitsprozess zu durchleuchten und mehr Sicherheit zu erreichen. Diese hängt wesentlich von der ausreichenden Qualifikation, Konzentration und verfügbaren Zeit ab.
Medikamente werden nur nach ärztlicher Anordnung unter Einhaltung der Hygienevorschriften gestellt und verabreicht. Die Anordnung des Arztes umfasst den Handelsnamen und den Wirkstoff des Medikamentes, die Dosis und die Darreichungsform sowie die Häufigkeit und den Zeitpunkt der Gabe. Das falsche Medikament, eine falsche Dosierung, der falsche Zeitpunkt oder die falsche Darreichungsform – das sind Fehler, die beim Verabreichen von Medikamenten passieren können.
Neuer Qualitätsstandard beim Stellen der Medikamente
„Um diese Gefahren zu minimieren, stellen wir die Medikamente nach dem neu erarbeiteten Qualitätsstandard“, erklärt Pflegedienstleiterin Tanja Klaproth. Das Stellen der Medikamente erfolge in einem separaten Raum mit ausreichend Zeit, ohne Störungen zum Beispiel durch Telefonate. Außerdem erfolge es nach der Sechs-„R“-Regel:
- Richtige/r Patient/in
- Richtige Zeit
- Richtiger Wirkstoff
- Richtige Dosierung
- Richtige Applikationsart
- Richtige Dokumentation
„Während des Stellvorganges werden die Medikamente dreifach kontrolliert“, so Klaproth. Medikationsänderungen müssten umgehend durch den Arzt in der Patientenakte dokumentiert und mit Handzeichen abgezeichnet werden. Jede Pflegekraft müsse die Indikation, die Wirkung und Nebenwirkungen der zu verabreichenden Medikamente kennen oder sich hierüber informieren. „So können wir die Gefahren für die Patienten minimieren“, sagt Tanja Klaproth.