Geschrieben von PM Helios Klinik Herzberg/Osterode am 04. Dezember 2016
Ohne Extra-Kilos die Weihnachtszeit überstehen
Chefarzt Thomas Armbrust gibt Tipps für die Zeit der Versuchung


Genuss ohne Reue wünschen sich viele – ganz besonders in der Advents- und Weihnachtszeit. Nicht immer leicht: Ein Stück Christstollen hier, ein Glas Glühwein dort – klar, dass sich das bei vielen auf der Waage widerspiegelt und die Stimmung trübt. Damit das nicht passiert, hat Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Armbrust, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II – Gastroenterologie an der Helios Klinik Herzberg/Osterode, einige Tipps zusammengestellt, wie Sie die Weihnachtszeit bewusst genießen können.
Alles, was wir täglich über eine bestimmte Kalorienzahl hinaus – je nach Geschlecht, Alter und körperlicher Betätigung – zu uns nehmen, setzt an. Ein klassisches Weihnachtsmenü – Gänsebraten, Rotkraut und Knödel mit einem Glas Rotwein plus Suppe und Dessert – schlägt bereits mit rund 1.500 bis 2.000 Kalorien zu Buche. Dazu kommen Kalorienfallen wie Zimtsterne, Stollen und Glühwein. Thomas Armbrust rät, auch in der Weihnachtszeit auf eine gesunde Ernährung zu achten. „Essen Sie ausreichend Obst und Gemüse und trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Gönnen Sie sich die Weihnachtsköstlichkeiten in Maßen und genießen Sie sie ganz bewusst. Achten Sie auf Ihr Hungergefühl: Essen Sie noch, weil Sie noch Hunger haben, oder weil es so gut schmeckt?“.
Nicht hungrig zum Weihnachtsmarkt
Der erfahrene Chefarzt empfiehlt, vor dem Weihnachtsmarktbesuch eine Kleinigkeit zu essen und genau zu überlegen, welche Köstlichkeit man sich auf dem Markt gönnt, die man sonst das ganze Jahr über nicht bekommt. „Um bei den Leckereien Maß zu halten, kann es helfen, den Weihnachtsmarktbesuch nicht hungrig anzutreten. Wer hungrig ist, kommt eher in Versuchung, den Verlockungen zu erliegen“, so der Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. „Außerdem ist vorheriges Fasten eine unbewusste Kalorienfalle: Reduziert man die Kalorienzufuhr über den Tag, arbeitet unser Körper auf Sparflamme. Die Folge: Wir essen viel mehr als wir benötigen.“
Ein weiterer Tipp: „Versuchen Sie leichtere Alternativen: Statt gebrannten Mandeln kaufen Sie auf dem Weihnachtsmarkt heiße Maronen. Obstspieße mit Schokoglasur werden durch einen Bratapfel ersetzt. Und statt der Gans probieren Sie in diesem Jahr vielleicht die kalorienärmere Pute“, schlägt Armbrust vor. Darf der Gänsebraten am Weihnachtstag doch nicht fehlen, empfiehlt der Internist, diesen bereits am Abend vorher zuzubereiten und das erkaltete Fett am nächsten Morgen abzuschöpfen. Eine weitere Möglichkeit Kalorien zu sparen: Binden Sie Weihnachtsleckereien wie Kekse und Stollen als Nachspeise in Ihr Menü ein.
Bewegung nicht vergessen
Darüber hinaus empfiehlt der Gastroenterologe den Alkoholkonsum im Blick zu behalten. „Alkohol ist ein Appetitanreger. Die Produktion von Gallensaft und Magensäure wird angeregt, und wir essen unbewusst über den Hunger hinaus. So werden zusätzliche Kalorien aufgenommen.“ Außerdem verzögert Alkohol den Verdauungsprozess.
Auch wenn die Adventszeit und Weihnachten eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit sind, rät der Arzt dazu, die Bewegung nicht zu vergessen. „Bereits ein Spaziergang verbrennt Kalorien. Zudem werden im Körper Botenstoffe wie Endorphin und Serotonin freigesetzt", sagt Thomas Armbrust. „Die machen bekanntlich glücklich. Und wer in der Weihnachtszeit auf seine Ernährung achtet und sich viel bewegt, braucht nach den Feiertagen den Schritt auf die Waage nicht zu fürchten.“