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Geschrieben von Firouz Vladi (ArGe Burgruine Scharzfels) am 11. Januar 2017
Aktuell

Rückblick und Planungen an der Burgruine

Jahresabschluss der Arbeitsgemeinschaft auf dem Scharzfels

Ein beliebtes Wanderziel auf Bad Lauterberger Stadtgebiet: die Burgruine Scharzfels. (Foto: Joachim Pätzmann)
Ein beliebtes Wanderziel auf Bad Lauterberger Stadtgebiet: die Burgruine Scharzfels. (Foto: Joachim Pätzmann)

Im Dezember haben sich Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Burgruine Scharzfels zum Jahresabschluss getroffen und gleichzeitig Rück- wie Ausblick gehalten.

Seitens der ArGe wurde in 2016 neben dem Bewältigen von Aufwuchs und Laub einiges geschafft, insbesondere die Beleuchtung und Sicherung des Gefängnisses St. Georg; Dank gehe hier an K. Meyer aus Herzberg. Auch konnte im März gemeinsam mit dem Harzklub Barbis die Merians-Eiche mit Gedenkstein, Geländer und Sitzbank eingeweiht werden. Zum kommenden Frühjahr soll ebendort die Blickachse auf Barbis und die Burg großzügig freigeschnitten werden. Eine neue Fahne für die Burg soll vor Ostern – nach den Winterstürmen – feierlich auf der Burg gehisst werden. Sie wurde von Bürgermeister Dr. Thomas Gans freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Erfreulich sei auch zu sehen, dass die 2013 gepflanzte Friedenslinde vor der Burg gedeiht.

Unglaubliche Mengen von Laub des vorangegangenen Herbstes hatten die Burgakteure im März aus dem Tunnel und vom oberen Burghof entfernt und die Freitreppe von Laub und Anwuchs befreit. Für etlichen Gehölz- und Grasrückschnitt hatte wieder M. Holzapfel gesorgt. In 2017 muss dies dann auch wieder kletternd an den Felsen weitergeführt werden. Dabei sollen auf dem Felskamm östlich des Bergfrieds niedere Lärchen bevorzugt herausgenommen werden. Der Harzklub Barbis hatte das Geländer zur besseren Sicherheit der Besucher entsprechend der heutigen Wegeführung im Bereich des oberen Burghofes verlegt.

 

ArGe will kein Förderverein werden

Im Rahmen der Kooperation der ArGe Karstwanderweg Südharz mit den Schulen der Region hatten SchülerInnen des Gymnasiums Herzberg ein Projekt zur Lokalisierung und Dokumentierung diverser historischer Schanzen am Burgberg wahrgenommen. Am 9. Juni konnten sie auf einer Festveranstaltung in Nordhausen belohnt werden als Sieger des Schülerwettbewerbs „Stein-Reich im Südharz“, der erstmals für Jugendliche der achten bis zehnten Klassen ausgelobt wurde. Dr. S. Vogel, Göttingen, hatte diesen Wettbewerb initiiert.

Für größere Maßnahmen ist die öffentliche Förderung nötig, wozu über das neue Leader-Projekt Hoffnung besteht. Einen eigenen Förderverein für die Burg zu gründen, wie dies etwa bei Ebersburg oder Questenburg der Fall ist, wird in der ArGe nicht als zielführend angesehen. Die Anwesenden würden es vielmehr begrüßen, dies in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Harzklub leisten zu können. Planungen zu archäologischen Maßnahmen und ihre finanzielle Förderung sollen 2017 fortgeführt werden. Dies betrifft zunächst das potentielle Areal des Burgfriedhofs, im Frühjahr bereits von Gestrüpp bereinigt.

 

Wirtin betont: Gaststätte bleibt erhalten

Annett Illert ist von Gästen wiederholt nach Spendenmöglichkeiten für Instandhaltung oder Dokumentation der Burgruine gefragt worden. Sie regt an, hierzu einen Spendenkasten einzurichten. Als Wirtin der Schlossbergschutzhütte wurde sie verschiedentlich auf die Zukunft der Gaststätte angesprochen. Sie ist irritiert über negative Gerüchte und betont, dass sie die Gaststätte selbstverständlich weiterführen werde. Sie wird dabei von der ArGe nach Kräften unterstützt.

Durch bröckelnde Mauerteile der Ruine, insbesondere im Bereich des Kellerfensters des ehemaligen Kommandantenhauses, sind Besucher wie auch die Gaststättenbetreiber gefährdet. Hier müssen die Unterhaltungspflichtigen bei Stadt und Landesforst alsbald zu baulichen Sicherungsmaßnahmen greifen.


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