Geschrieben von Boris Janssen am 15. Februar 2017
Antriebslos am Hausberg
Burgseilbahn wegen Revision für etwa zwei Wochen außer Betrieb








Die Burgseilbahn zum Bad Lauterberger Hausberg steht für die nächsten Tage ganz schön antriebslos herum. Denn so wie ein Auto mal zur Inspektion muss, steht für den Antrieb des bald 63 Jahre alten Sessellifts eine gründliche Revision an. Schon am Montag war eine Spezialfirma aus Bad Tölz angereist, um alles vorzubereiten, am Mittwochmorgen (15.02.2017) dann wurde mit Hilfe eines Autokrans der Antrieb auseinandergenommen und auf den Lastwagen nach Oberbayern verladen. Das Getriebe soll eine Generalrevision erfahren, die Wellen einer Rissprüfung unterzogen und Antriebswelle sowie Antriebsscheibe neu gelagert werden.
Wenn alles gut geht, könnte die rund viereinhalb Tonnen schwere Fracht – alleine die große Antriebsscheibe wiegt 3,3 Tonnen – schon in zehn Tagen, also am übernächsten Freitag, wieder im Südharz sein und die Seilbahn nach insgesamt zwei Wochen Pause wieder den Betrieb aufnehmen. Betreiber Thomas Hölscher ist da guter Dinge. Natürlich sei die Pause vor allem für Touristen ärgerlich, weiß er. „Aber irgendwann muss man es ja machen.“ Und tatsächlich hält sich die Bahn dank guter Pflege schon seit über sechs Jahrzehnten weitgehend im Originalzustand.
Mit 63 Prozent Steigung gilt die Burgseilbahn als steilster Sessellift Deutschlands. Sie wurde am 4. August 1954 in Betrieb genommen und im Jahr 2001 technisch saniert. Pro Jahr nutzen etwa 50.000 Menschen den Lift, um die 110 Höhenmeter zwischen Tal- und Bergstation zu überwinden und sich entweder den knackigen Aufstieg zum Hausberg zu ersparen oder aber bei der Talfahrt die großartige Aussicht zu genießen.