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Geschrieben von ski am 22. Februar 2017
Aktuell

Professionelle Unterstützung für die Ehrenamtlichen

Beim Patenabend der Flüchtlingshilfe stellten sich Britta Matzen-Brücher und Tobias Malik vor

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Es ist ein Dschungel mit den vielen Sprach-, Integrations- und Fördermaßnahmen, so finden die ehrenamtlichen Flüchtlingspaten des Kinderschutzbundes, die am Montagabend (20.02.17) im Stadthaus zusammengekommen waren. Doch im Zuge der Landkreisfusion sollen in den nächsten Monaten sukzessive auch die Strukturen in den Altkreisen Göttingen und Osterode harmonisiert werden.  In Zukunft werden bei der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe  Qualifizierungsmanager arbeiten, die die Steuerung übernehmen, um den Flüchtlingen jeweils die passenden Maßnahmen zuzuweisen. Und zwar ohne, dass die Flüchtlinge oder ihre Paten von sich aus tätig werden müssen, erklärte Britta Matzen-Brücher von der Koordinierungsstelle, die sich und ihre Arbeit beim Patenabend vorstellte.

Das wird eine deutliche Entlastung für die Ehrenamtlichen, da sind sich die Helferinnen und Helfer einig – denn sich in dem Maßnahmendschungel zurecht zu finden, ist eine Kunst für sich. Wer keinen Integrationskurs über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten kann, für den gibt es die Möglichkeit, einen Sprachkurs über das MWK zu erhalten, oder an einer anderen Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen. Viele Maßnahmen, viele unterschiedliche Fördertöpfe, viele Paragraphen – das sollen in Zukunft die Qualifizierungsmanager übernehmen, erklärte Matzen-Brücher.
Für die Ehrenamtlichen ist die Aufgabe der Alltagsbegleitung oft schon herausfordernd genug. Auch da will Matzen-Brücher unterstützen und bei Bedarf kollegiale Beratung für die Ehrenamtlichen anbieten. Diskutiert wurde beim Patenabend auch über professionelle und ehrenamtliche Dolmetscher, und auch hier kann das Netzwerk nach Göttingen nützlich sein, um die hiesigen, bewährten Dolmetscher zu unterstützen und zu ergänzen.

Auch Sozialarbeiter Tobias Balik vom Kinder- und Jugendbildungshaus Tettenborn steht seit Anfang Januar den Helferinnen und Helfern in der Flüchtlingsarbeit zur Seite. Er will unterstützen und Ansprechpartner sein, insbesondere auch für Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Walkenried. Eine feste Sprechstunde hat er im Stadthaus montags von 15 bis 17 Uhr. Ansonsten gilt für ihn: „Ich will mich nun erst einmal vernetzen, mich vorstellen und Kontakte knüpfen – denn wenn man sich einmal persönlich gesehen hat, ist vieles einfacher.“

Aus Zeitmangel hatte schon längere Zeit kein Patenabend mehr stattgefunden, aber künftig soll es sie wieder häufiger geben, erklärte Janka Eckhardt. Der Bedarf an Information ist schließlich weiterhin groß.


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