Geschrieben von Boris Janssen am 15. März 2017
Gelungenes Event an der Ruine
Großes Interesse an Fackelwanderung der ArGe Burgruine Scharzfels
Fackelschein und eine stimmungsvolle Lichtinstallation, dazu der noch fast volle Mond an einem ersten Frühlingsabend – rund 60 Menschen haben am Dienstag (14.03.2017) die Burgruine Scharzfels in ganz besonderer Atmosphäre erlebt. Die Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Burgruine Scharzfels hatte zur Fackelwanderung eingeladen. Und daraus wurde ein spezielles nächtliches Event.
Vom Zoll als Treffpunkt aus machte sich die Wandergruppe – darunter eine große Abordnung des Harzklubs Barbis – über den historischen Anstieg durch die von König Georg V. gepflanzte Ahorn-Eschen-Allee auf den Weg zur alten Feste. Die Ruine war eigens für den Abend mit LED-Strahlern in sanftes, farbiges Licht getaucht worden.
Virtueller Wiederaufbau geplant
Firouz Vladi von der ArGe machte mit seinen bekannt informativen Erläuterungen aus dem Abend zugleich eine spannende Stunde in Heimatgeschichte. Außerdem stellte er auf dem Plateau vor der Freitreppe mit einer PowerPoint-Präsentation erste Entwürfe der geplanten virtuellen Rekonstruktion der Burg vor. Mit ihr soll bald auch auf den Bildschirmen von Computern, Tablets und Smartphones wieder Licht um die alte Burg werden: Man soll, so der Plan, die dreidimensional rekonstruierte Burg „anfassen“, drehen, von allen Seiten betrachten und die Gänge durchschreiten können. Und vielleicht lassen sich noch einige weitere technische Überraschungen einbauen. Freilich sollte dieser Abend auch dazu dienen, erste Spenden für die Umsetzung zu sammeln.
Zu einem perfekten Event gehören natürlich auch Musik und die richtige Bewirtung. Für letztere sorgte das Ehepaar Illert von der Schlossberghütte, ersteres übernahm Walter Ziegler mit seinem Akkordeon. Und auch einen angemessenen offiziellen Part gab es: Zum ersten Mal wurde die neue Fahne gehisst, die die Stadt zur Verfügung gestellt hatte – die Vorgängerin war im Laufe der Zeit vom Winde zerweht.
Ein rundum gelungenes Ereignis also rund um den Scharzfels. Das findet auch Firouz Vladi. Sein Fazit: „Das sollte man wieder machen.“







