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Geschrieben von PM / Boris Janssen am 02. April 2017
Aktuell

Drei Schwerverletzte bei Unfall auf der Winkeltalbrücke (aktualisiert)

Mutmaßlicher Verursacher mit 2,7 Promille unterwegs – B 243 fünf Stunden gesperrt – Zwei Rüstzüge im Einsatz - Einsatzkräfte loben vorbildliche Rettungsgasse

Der total zerstörte VW Polo, nachdem das Dach entfernt wurde.
Der total zerstörte VW Polo, nachdem das Dach entfernt wurde.
Der Wagen des mutmaßlichen Unfallverursachers. (Fotos: Feuerwehr)
Der Wagen des mutmaßlichen Unfallverursachers. (Fotos: Feuerwehr)

Drei Schwerverletzte, etwa 30.000 Euro Gesamtschaden und eine fast fünfstündige Sperrung der Bundesstraße 243 sind die vorläufige Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls am Samstag (01.04.2017) auf der Bundesstraße 243 bei Bad Lauterberg. Der mutmaßliche Unfallverursacher war erheblich alkoholisiert – das vorläufige Testergebnis lautet 2,73 Promille.

Gegen 13.10 Uhr war der 52-jährige Fahrer eines schwarzen Skoda Oktavia mit OHA-Kennzeichen kurz vor der Winkeltalbrücke (Richtung Herzberg) dem vorausfahrenden VW Polo mit Nordhäuser Kennzeichen gegen das Fahrzeugheck gefahren. Auf etwa 200 Meter schleuderten beide Autos mehrfach gegen die beidseitigen Betonleitwände, bevor sie völlig zertrümmert zum Stillstand kamen und beide Fahrspuren blockierten. Es liefen größere Mengen Kraft- und Betriebsstoffe aus, kurzfristig bestand Brandgefahr.

Die Insassen des Polo, eine 46-jährige Frau aus Nordhausen und ihre 57-jährige Beifahrerin aus Bleicherode, erlitten bei dem Unfall zahlreiche Knochenfrakturen. Nach der Erstversorgung durch Rettungsdienst und Feuerwehr wurden die Frauen mit schwerem technischen Gerät befreit und nach Nordhausen ins Südharz-Klinikum eingeliefert. Der mutmaßliche Unfallverursacher zog sich bei dem Aufprall ein Schleudertrauma zu.

 

Mutmaßlicher Verursacher soll zu schnell gewesen sein

Zeugen schilderten, dass der Fahrer des schwarzen Skoda die Bundesstraße zur Unfallzeit mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit befahren und dabei wohl den Polo übersehen habe. Am Unfallort stellte die Polizei bei ihm eine Alkoholbeeinflussung fest. Ein Test vor Ort ergab das vorläufige Ergebnis von 2,73 Promille. Eine Blutprobe wird den gerichtsverwertbaren Wert erbringen.

Den Fahrer erwarten Strafverfahren wegen des Verdachts auf Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkoholkonsums und wegen fahrlässiger Körperverletzung. Zudem werden umfangreiche zivilrechtliche Forderungen auf ihn zukommen.

 

Vorbildliche Rettungsgasse

Während die Bergung und Versorgung der Verletzten zügig voranging und nur etwa eine halbe Stunde dauerte, zogen sich die Aufräumarbeiten über mehrere Stunden hin. Insbesondere musste die Fahrbahn wegen der ausgelaufenen Kraft- und Betriebsstoffe erst von Fachfirmen aufwändig gereinigt werden.

Außerhalb der traurigen Unfallbilanz sprechen die Einsatzkräfte aber auch Lob aus: Die übrigen Verkehrsteilnehmer hätten vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet und in keiner Weise die Rettungsarbeiten gestört. Die Polizei lobt: „Trotz der zum Teil mehrstündigen Wartezeit bis zur endgültigen Freigabe der Straße um 17.50 Uhr konnten Rettungsdienst und Feuerwehr ihre professionelle Arbeit ungehindert verrichten." Dies sei ein positives Beispiel für vernünftiges Verhalten, freuen sich auch die übrigen Einsatzkräfte.

Neben der Polizei Bad Lauterberg waren im Einsatz der ASB mit zwei Rettungswagen und Notarzt, das DRK mit einem Rettungswagen und die beiden Rüstzüge der Feuerwehren Bad Lauterberg und Bad Sachsa (Ortswehren Bad Lauterberg, Barbis, Bartolfelde, und Osterhagen sowie Bad Sachsa und Neuhof).

 

zuletzt aktualisiert am 02.04.2017, 12.30 Uhr

 


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