Geschrieben von Redaktion am 03. April 2017
Dachbodenfund im Keller führt zu Sonderausstellung
Im Keller der Sparkasse wiederentdeckt: alte Fotos aus Bad Lauterberg. Sie sind jetzt im Heimatmuseum zu sehen







"Was alte Häuser und Straßen erzählen können": so lautet der Titel einer Sonderausstellung im Bad Lauterberger Heimatmuseum, die am Freitag (31.03.17) eröffnet wurde. Den Anlass dazu hatte eine Sachspende der Sparkasse an das Heimatmuseum gegeben. "Als ich 2012 neu zur Bad Lauterberger Sparkasse gekommen bin, da schaut man ja mal, was man alles so aufräumen kann", sagt Geschäftsstellenleiter Sven Kamrad. Genau wie in jedem privaten Haushalt, werden nämlich auch bei einer Bank zwischendurch mal Sachen in Kisten verpackt, aus dem Weg geräumt und dann im Keller vergessen.
Lange Jahre waren die Bilder im Keller der Sparkasse eingelagert
Etwas ganz Besonderes fand Kamrad dort in einigen Kartons: gerahmte, alte Fotografien aus Bad Lauterberg. Gut, dass die Boxen noch einmal geöffnet wurden – denn sie waren mit „zur Vernichtung“ gekennzeichnet, ganz so wie alte Geschäftsunterlagen nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist. Diesem Schicksal sind die Bilder glücklicherweise entgangen. "Sozusagen ein Dachbodenfund im Keller", sagt Kamrad, der sich erst mal kundig machte, wem die Bilder denn überhaupt gehören. Das war gar nicht so einfach zu klären – kaum jemand konnte sich noch an die Bilder erinnern. Doch offenbar hingen die Fotos, die überwiegend vom Fotostudio Lindenberg aufgenommen wurden, einige Jahre lang in der Geschäftsstelle in der Sebastian-Kneipp-Promenade. Vermutlich zwischen 1975 und 1980 waren die 42 Fotografien dort ausgestellt. „Die Zeitungen, in denen sie verpackt waren, stammten jedenfalls aus dem Jahr 1983“, erklärt Sabine Henkel, die Leiterin des Heimatmuseums. Jetzt wurden die Schätzchen von der Sparkasse dem Heimatmuseum gespendet. „Hier bei der Archivgemeinschaft sind die Bilder ja in den besten Händen“, so Kamrad. Im Namen der Stadt bedankte sich Bürgermeister Dr. Thomas Gans bei der Sparkasse für die Schenkung und bei der Archivgemeinschaft für das Engagement.
Zur Sonderausstellung inspiriert
Die Fotografien zeigen Bad Lauterberger Straßen und Gebäude von den 1880er bis in die 1960er Jahre. Auch der Bau der Staumauer in den 1930er Jahren ist zu sehen. Manches Haus, wie die Mädchenschule von 1702, die auf dem heutigen Kirchplatz stand, ist längst verschwunden. Von der Königshütte bis zur Konditorei Mangold dokumentieren die Bilder den Wandel, aber auch das Beständige in der Stadt. Das hat das Team vom Heimatmuseum gleich zu einer ganzen Sonderausstellung inspiriert, in der natürlich die wiederentdeckten Bilder einen besonderen Platz einnehmen. Aber auch viele andere Ausstellungsstücke gibt es dort zu sehen, denn einige Straßen und Häuser Bad Lauterbergs haben ihre ganz eigene, wechselvolle Geschichte.
Die Sonderausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseums in der Ritscherstr. 13 zu sehen:
Freitag 15.00 – 17.00 Uhr
Samstag 10.00 -12.00 und 15.00 – 17.00 Uhr
Sonntag 10.00 – 12.00 Uhr