.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 20. Oktober 2026
Login



Geschrieben von ski am 28. Juni 2017
Aktuell

Deutschlands Energiewende zu Gast in Bad Lauterberg

Die Wanderausstellung ist noch bis Freitag im Garten des Revita zu sehen

Am Ende der Ausstellung können die Besucher ihr Wissen mit einem interaktiven Quiz testen
Am Ende der Ausstellung können die Besucher ihr Wissen mit einem interaktiven Quiz testen
Vera Scholz, Abteilungsleiterin Umwelt und Klima bei der GIZ und Peter Fischer, Beauftragter für Energie und Außenpolitik beim Auswärtigen Amt
Vera Scholz, Abteilungsleiterin Umwelt und Klima bei der GIZ und Peter Fischer, Beauftragter für Energie und Außenpolitik beim Auswärtigen Amt
Johannes Uhl, Berater für Energieaußenpolitik, erläutert das Ausstellungskonzept
Johannes Uhl, Berater für Energieaußenpolitik, erläutert das Ausstellungskonzept
Alle zwei Jahre bringt die Tagung internationale Experten nach Bad Lauterberg
Alle zwei Jahre bringt die Tagung internationale Experten nach Bad Lauterberg

Komplett bis aufs letzte Zimmer gefüllt ist derzeit das Bad Lauterberger Revita-Hotel: dort tagt eine Fachgruppe der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die sich mit Energiefragen beschäftigt. Schon seit vielen Jahren kommen die internationalen Experten der GIZ alle zwei Jahre zu ihrer großen Fachtagung Energie und Verkehr nach Bad Lauterberg. Sie diskutieren über Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende weltweit, entwickeln Projekte und vernetzen sich untereinander.

Wanderausstellung ist international unterwegs

Diesmal haben sie eine Wanderausstellung im Gepäck, die „Deutschlands Energiewende“ vorstellt. Die siebzehn Stationen bieten anschauliche, leicht verständliche und intuitiv aufbereitete Fakten und Hintergrundinformationen zu den wesentlichen Elementen der deutschen Energiewende. Die Ausstellung wurde im Auftrag des Auswärtigen Amtes konzipiert, denn: „Die Energiewende ist eines der Themen aus Deutschland, die im Ausland am meisten interessieren. Wenn ich international unterwegs bin, werde ich immer nach der Energiewende gefragt“, so erklärt Peter Fischer, der Beauftragte für Energie- und Klimapolitik und Exportkontrolle im Auswärtigen Amt im Gespräch mit LauterNEUES.

Energiewende: mehr als nur Atomausstieg

„Aber Energiewende ist nicht nur Atomausstieg und erneuerbare Energien, sondern ein Transformationsprozess für die ganze Wirtschaft“. Fischer ist eigens nach Bad Lauterberg gekommen, um die hiesige Ausstellung und die Konferenz zu eröffnen. Die teilweise multimedialen Stelen sind schon viel herumgekommen: insgesamt war die Ausstellung bereits an 40 Standorten in 20 Ländern, von Mexiko bis Kuwait, zu sehen. Sie ist in mehreren Sprachen erhältlich. Bis Februar 2019 wird sie weiterhin in Deutschland und international gezeigt.

Sie beginnt mit einem Blick von der Spitze eines Windrads, begleitet von dem typischen Windgeräusch. Die Windenergie hat unter den erneuerbaren Energien den größten Anteil, und sie sorgt auch für die meisten Arbeitsplätze, wie in der Ausstellung zu erfahren ist. Große Anteile haben auch Biomasse und Solarenergie.
Wie rasant die Energiewende tatsächlich fortschreitet, erklärt Johannes Uhl, Berater für Energieaußenpolitik bei der GIZ: „Seit wir die Ausstellung konzipiert haben, haben sich die Zahlen schon wieder gesteigert: an einzelnen Tagen im Jahr beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommix schon fast 100%. Nur ganz selten muss Strom aus dem Ausland importiert werden." Natürlich befasst sich die Ausstellung auch mit den Speichertechniken, ohne die die Energiewende dauerhaft schwer denkbar ist, und dem notwendigen Ausbau des Stromnetzes. „Ganz besonders wichtig ist dabei das Thema Energieeffizienz: der Strom, der gar nicht erst verbraucht wird, muss auch nicht produziert werden.“, so Uhl. Auch hier klärt die Ausstellung darüber auf, dass ein Wirtschaftswachstum nicht mit steigendem Energieverbrauch einhergehen muss – seit 1991 ist Deutschlands Energieverbrauch deutlich gesunken.

Gerne hätte die GIZ die Ausstellung auch Schulklassen gezeigt, doch die Ferien haben ja hier bekanntlich gerade angefangen. Besucher und Gruppen können sich noch bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr an der Rezeption des Revita melden, um die Ausstellung im Gartenbereich zu sehen und sich im Gespräch mit GIZ-Experten zu informieren.

Internationale Experten und das Barbiser Schützenfest

Die internationalen Tagungsgäste der GIZ genießen derweil nicht nur die Konferenzwoche, sondern auch die Schönheiten des Harzes. Und, wie inoffiziell zu hören war, hat sich der eine oder andere Tagungsgast am vergangenen Wochenende auf dem Barbiser Schützenfest vergnügt und konnte daher am Montagmorgen nur schwer dem Tagungsprogramm folgen...

 

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen mit Sitz in Eschborn und Bonn. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.  Dazu gehören neben der Bekämpfung von Hunger und Armut auch Klimaschutz und der gleichberechtige Zugang zu Energie. Die Experten der GIZ arbeiten in mehr als 100 Ländern zu diesen Themen, z.B. durch die Ausbildung von Solartechnikern in Marokko oder die Installation von Biomasse-Herden in Peru. 

Die GIZ arbeitet als Bundesunternehmen weltweit für eine lebenswerte Zukunft. Dazu gehören neben der Bekämpfung von Hunger und Armut auch Klimaschutz und der gleichberechtige Zugang zu Energie. Die Experten der GIZ arbeiten in mehr als 100 Ländern zu diesen Themen, z.B. durch die Ausbildung von Solartechnikern in Marokko oder die Installation von Biomasse-Herden in Peru. Das treibt die Energiewende voran und schützt das Klima.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche