Geschrieben von Boris Janssen am 21. Juli 2017
Es tut sich noch was im Kurpark
Dann erst mal ohne Minigolf: Gastro-Kiosk ist eröffnet






Bei der langersehnten Minigolfanlage bahnt sich schon die nächste Bau-Farce an – das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises hat wiederholt die Ausschreibungen der Stadt als zu spezifisch beanstandet. Und man kann getrost davon ausgehen, dass diese weitere Hochsaison ohne den ersten Abschlag verstreichen wird. Dennoch: Die künftigen Pächter der Anlage wollen zeigen, dass sich im Kurpark noch etwas tut, und haben den ersten Schritt gemacht, endlich wieder etwas Leben hinein zu bringen. Der Gastro-Kiosk am Vereinsheim des Tennisclubs Bad Lauterberg ist eröffnet.
Seit Freitag (21.07.2017) gibt es hier Eis, eine reichhaltige Auswahl an kalten und warmen Getränken sowie Kuchen für eine gemütliche Pause auf den 20 Sitzplätzen – oder vieles auch auf die Faust. In den nächsten Tagen soll noch der Rest der Küchenausstattung kommen, dann werden bald auch Currywurst, Burger und Co. auf der Karte stehen. Für den Service ist dasselbe Team zuständig, wie für das benachbarte Tennisheim.
Und dann ist da die neue Attraktion: das Fußballbillard. „Das ist hier in der Region noch einzigartig“, freut sich Gero Fröhlich, Geschäftsführer der betreibenden „SFB Spiel und Freizeit Bad Lauterberg GmbH“. Im Grunde handelt es sich um ein ganz normales Poolbillard, aber in XXL. Und die Bälle sind Fußbälle, gespielt wird dementsprechend mit dem Fuß statt mit einem Queue.
Schon einmal eine kleine Eröffnung vorweg
Die SFB hat den Pavillon, die Zuwegung dorthin und das Billardspiel finanziert. Die Stadt richtete das übrige Gelände samt Sitzplätzen her. Bei den seit Jahren sanierungsbedürftigen öffentlichen Toiletten teilte man sich den Aufwand: Die Stadt stellte das Material, die SFB den Arbeitseinsatz.
Allein: Der Bauhof hat den Umzug des Spielplatzes noch nicht bewältigt. Und vom Minigolf gibt’s noch keine Spur. Eigentlich hatten ja Stadt und SFB gehofft, die Anlage noch vor den Sommerferien einweihen zu können. „Es ist schade, dass dieser Zwist zwischen Stadt und Landkreis auf den Rücken der Bürger ausgetragen wird“, findet Gero Fröhlich. „Dabei sind die längst zugesagten Fördermittel für die Anlage doch zum Wohl der Bürger gedacht.“
So entschloss sich die SFB nach vielen neugierigen Fragen, „sehr positiven Resonanzen auf den Pavillon“ und natürlich auch, weil ihre Investition im „hohen fünfstelligen Bereich“ nicht monatelang ungenutzt herumstehen kann, jetzt einfach diese kleine Eröffnung vorwegzunehmen. „Dann können sich die Leute auch langsam an das neue Angebot gewöhnen“, sagt Fröhlich. Gelegenheit zur Gewöhnung besteht nun bis auf weiteres jeden Tag zwischen 10.30 und – je nach Bedarf – etwa 19 oder 20 Uhr.