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Geschrieben von ski am 04. August 2017
Aktuell

Wistoba goes Streetstyle

Zum Hundertsten: Spraydose statt Pinsel – die Fassade der Wistoba wird von Berliner Streetart-Künstlern gestaltet

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Bolle,...
Bolle,...
...Tomi...
...Tomi...
...und Robert arbeiteten eine Woche lang an der Fassade
...und Robert arbeiteten eine Woche lang an der Fassade
Betriebsführung: Arndt W. Stollberg (Mitte) und Thorsten W. Stollberg (re.) erklären die Arbeitsschritte bei der Pinselfabrikation
Betriebsführung: Arndt W. Stollberg (Mitte) und Thorsten W. Stollberg (re.) erklären die Arbeitsschritte bei der Pinselfabrikation
Das Logo wird am Schluss aufgebracht
Das Logo wird am Schluss aufgebracht
Gute Laune bei allen Beteiligten - auch am Freitagnachmittag beim Endspurt
Gute Laune bei allen Beteiligten - auch am Freitagnachmittag beim Endspurt
Rund 200 Spraydosen wurden benötigt
Rund 200 Spraydosen wurden benötigt

100 Jahre Firmengeschichte feiert die Barbiser Pinselfabrik Wistoba in diesem Jahr. „Zum 100. Geburtstag haben wir uns etwas gegönnt“, sagt Arndt W. Stollberg: nämlich, die Fassade des Firmengebäudes in den Bühwiesen in ein Riesenkunstwerk verwandeln zu lassen. Ausnahmsweise wird dort mal nicht der Pinsel, sondern die Spraydose geschwungen. Und das machen die Streetart-Künstler von XI-Design, auch bekannt als „Bolle und Jörni“.

Der erste Kontakt zwischen den Barbisern und den Künstlern kam bei dem Projekt „The Haus“ zustande: das leerstehende und zum Abriss vorgesehene Gebäude der Berliner Volksbank wurde dort von Künstlern zur temporären Galerie umgestaltet. „Ein tolles Projekt, das ich sehr spannend fand“, sagt Thorsten W. Stollberg: „Das haben wir mit unseren Pinseln und Materialien unterstützt“. Denn Bolle war ihm bereits bekannt: „ Er ist mir im Fernsehen aufgefallen...ich schaue am späten Nachmittag gerne mal die Autotuningsendungen auf dem Sender DMAX“, verrät er. Dort verleihen Bolle und Jörni mittels Airbrush den Fahrzeugen eine ganz eigene Optik.

200 Spraydosen geleert

Zum Firmenjubiläum der Pinselfabrik sollte es also etwas Ausgefallenes sein. Da beschlossen die beiden Geschäftsführer: „Wir lassen Spraydosen statt Pinsel an unsere heiligen Hallen – ausnahmsweise.“ Und zwar im Ganzen etwa 200 Stück. So viele Dosen Sprühlack werden nämlich benötigt, um die Fassadenfront von rund 160 qm zu einem Kunstwerk zu machen.
Am Montag rückten die Sprayer von XI-Design, Bolle („meinen Nachnamen benutzt sowieso niemand“, Tomislav Topic und Robert Westpfahl aus Berlin an und beendeten am Freitag ihr Werk. Und hatten Riesenspaß dabei: „Außer den Grundfarben und dem Pinsel wurde uns nichts von der Wistoba vorgegeben – wir konnten also völlig kreativ gestalten. Das macht es natürlich einfacher – und künstlerisch interessanter für uns“, so Bolle. Schon die ersten am Computer entstandenen Entwürfe überzeugten die beiden Stollberg-Brüder. Bevor die Sprühdosen geschüttelt wurden, war die Fassade natürlich erst einmal gründlich gereinigt worden. Nun soll die Farbe an die 10 Jahre halten.

Eine kleine Regenpause zwischendurch nutzten die Sprayer für eine Firmenbesichtigung und ließen sich in die Geheimnisse der Pinselfabrikation einweihen. Doch nach wenigen Minuten herrschte wieder strahlender Sonnenschein und das Sprühen konnte weitergehen. Gut für die Trocknung der Farbe, aber schweißtreibend für die Sprayer – durch die Reflektion der hellen Fassade wurde es ganz schön heiß unter der Maske.

Tag der offenen Tür am 2. September

Alle Interessierten können übrigens am Samstag, den 2. September einen Blick nicht nur auf die neue Fassade, sondern auch hinter die Kulissen wagen: dann begeht die Wistoba ihr 100-jähriges Firmenjubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Von 11-16 Uhr sind die Tore geöffnet, dabei gibt es Betriebsführungen, eine Hüpfburg für die Kinder, außerdem ist für Essen und Trinken gesorgt. „Zu moderaten Preisen“, wie Arndt Stollberg versichert. Der Erlös geht dabei an die AG der Barbiser Vereine.


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