Geschrieben von ski am 20. Mai 2013
Delfintherapie für Julien
Spendenaktion für den schwerstbehinderten 13-Jährigen
Der dreizehnjährige Julien Hahn hat einen großen Wunsch: er möchte noch einmal eine Delfintherapie machen.
Der geistig und körperlich schwerstbehinderte Junge war bereits dreimal zur Therapie in Antalya. „Jedesmal hat er sehr davon profitiert“, berichtet seine Mutter Eileen Hahn. Auch die Schule – er besucht eine Kooperationsklasse in Herzberg – berichte, dass er nach jeder der Therapien schnellere Fortschritte mache und sehr aufnahmebereit sei. So hat sich bereits seine Skoliose (Wirbelsäulenverformung) verbessert, er fing an zu sprechen und erlernte Grundbegriffe der Gebärdensprache.
Julien, der als Frühchen mit nur 655 Gramm auf die Welt gekommen war und schon zahllose Operationen hinter sich hat, kommt nun so langsam in die Pubertät, erzählt Eileen Hahn. Und er hat es noch schwerer als andere Kinder, mit den plötzlichen Hormonschüben umzugehen: „Er versteht ja gar nicht, was mit ihm passiert“. Dazu kommt, dass ihn der Tod seines Opas – seiner männlichen Bezugsperson – sehr getroffen hat: „Da hat er wieder Rückschritte gemacht und ist auch sehr traurig und aggressiv geworden“. Seine alleinerziehende Mutter und seine Oma bemühen sich zwar sehr, können aber natürlich den geliebten Opa nicht ersetzen.
Die anstrengende Dauerpflege bringt Eileen Hahn oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Julien hat keinen Tag-Nacht-Rhythmus, und so kann seine Mutter niemals eine Nacht durchschlafen. Sie hofft, dass eine weitere Therapie Julien hilft, wieder ausgeglichener zu werden, die Rückschritte wieder aufzuholen und neue Fortschritte zu machen. Sie sammelt nun Spenden, um die Kosten von mehreren tausend Euro für die Therapie zu finanzieren. Wer spenden möchte, kann dies auf das untengenannte Konto tun.
Beim diesjährigen Dammwiesenfest der SPD am 10. August will Eileen Hahn zu diesem Zweck auch eine Tombola veranstalten. Wer noch einen Tombolapreis stiften möchte, kann sich bei ihr telefonisch melden: 01577/8300792.
Wenn das Geld zusammenkommt, soll es Ende September ins Therapiezentrum nach Antalya gehen. Zehn Therapieeinheiten innerhalb von vierzehn Tagen sind geplant. Julien selbst kann es kaum erwarten: "Er würde am liebsten jedes Jahr dorthin".
Spendenkonto: Julien Hahn, Kontonr. 132 799 220 bei der Volksbank im Harz eG, BLZ 268 914 84
Mehr über Julien Hahns Lebensgeschichte erfährt man auf der Seite http://julien-hahn.npage.de (externer Link)
