Geschrieben von PM Helios Klinik Herzberg/Osterode am 28. Februar 2018
Auszubildende übernehmen das Kommando
Projekt ‚Schüler leiten eine Station‘ an der Klinik Herzberg/Osterode

Dienstpläne schreiben, den Stationsalltag organisieren, Patienten versorgen und vieles mehr – neue Erfahrungen haben 21 Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflegeschule an der Helios Klinik Herzberg/Osterode in den vergangenen zwei Wochen (zweite Februarhälfte 2018) gesammelt. Mithilfe der Pflegefachkräfte der Station, Lehrern und speziell ausgebildeten Praxisanleitern kümmerten sie sich eigenverantwortlich um alle Aufgaben, die für den Pflegedienst auf der Station 43 anfallen.
„Das Projekt ‚Schüler leiten eine Station‘ ist bei uns fest etabliert und findet jedes Jahr statt“, erklärt Doris Welzel, Leiterin des Helios Bildungszentrums Südniedersachsen. „Ziel des Projektes ist es, unseren Auszubildenden eine besondere Lernumgebung zu bieten. Während der Zeit agieren sie selbstständig, aber stets unter den wachsamen Augen des erfahrenen Pflegepersonals. Das bedeutet einen enormen Sprung für die Entwicklung der Qualifikationen.“ Michael Störmer, Kursleiter der Auszubildenden, fügt hinzu: „Durch das Projekt bereiten wir unsere Auszubildenden auf ihre Examensprüfungen im Frühjahr vor. Das eigenverantwortliche Arbeiten auf Station hilft den Schülern, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen.“
Seit Monaten vorbereitet
Dabei begann das Projekt für die Schüler nicht mit dem Stationsalltag, sondern bereits vor einigen Monaten. „Wir haben eine Stationsleitung gewählt, Dienstpläne geschriebenen und den Stationsablauf organisiert. Außerdem wurden wir von unseren Lehrern auf die speziellen Krankheitsbilder der Gastroenterologie, die medizinische und pflegerische Behandlung und die administrativen Aufgaben vorbereitet“, erklärt Yanneck Krause, der von seinen Mitschülern zur Stationsleitung gewählt wurde. Auf Station kümmerten sich die Auszubildenden dann um das Aufnehmen und Entlassen von Patienten, die Durchführung und Auswertung der gemeinsamen Visite mit den Ärzten, die Gestaltung des Dienstplans, die Pflege-Dokumentation, die Bestellung von Medikamenten und Medizinprodukten sowie – und das ist das Wichtigste – die umsichtige und kompetente Betreuung der Patienten. Bei Fragen, Entscheidungen und Herausforderungen standen den Auszubildenden examinierte Pflegekräfte, Praxisanleiter und Lehrer zur Seite.
Insgesamt ziehen die Auszubildenden eine positive Bilanz. „Es hat uns großen Spaß gemacht. Durch das Projekt konnten wir gelerntes Wissen anwenden und vertiefen. Zudem hat die Zeit unseren Klassenverband gestärkt. Wir haben die Herausforderungen gemeinsam gemeistert und konnten uns immer aufeinander verlassen“, sagt Auszubildende Karina Eisenkrein. Ein Lob gibt es auch von Pflegedirektorin Natascha Möller-Seseke: „Ich freue mich sehr über die tatkräftige Unterstützung der Auszubildenden auf unserer Station. Motiviert und engagiert haben sie sich um die Patientenversorgung und die Abläufe auf Station gekümmert.“