Geschrieben von PM am 28. Februar 2018
Knüppel, Karabiner, Panzer – Die Militarisierung der innerdeutschen Grenze
Das Grenzlandmuseum Bad Sachsa bginnt die neue Saison mit einer Sonderausstellung
Nach zweimonatiger Revisions- und Umbauphase eröffnet das Grenzlandmuseum Bad Sachsa die Museumssaison 2018 mit einem ersten Highlight. Bei freiem Eintritt lädt das Museum am Samstag, den 3. März um 12.00 Uhr zum Start in die Saison 2018 und zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung in das Kurhaus von Bad Sachsa ein.
Pünktlich zur neuen Saison präsentiert das Museum die neue Sonderausstellung „Knüppel,Karabiner, Panzer – Die Militarisierung der innerdeutschen Grenze“, die neben der Dauerausstellung einen speziellen Fokus auf die Instrumentalisierung der Grenze als Trennungslinie sich gegenüberstehender gesellschaftlicher und militärischer Bündnisse legt. Die Anfang der 1950er Jahre einsetzende Militarisierung der Grenzsicherung, sowohl im Osten als auch im Westen, folgte der allgemeinen politischen Entwicklung und führte ab 1956 zu einer Form der Abgrenzung, die gemeinhin als „Eiserner Vorhang“ bezeichnet wurde und die Welt in zwei Lager teilte. Maßgeblichen Anteil an dieser durch die Supermächte USA und UdSSR initiierten Entwicklung hatten auch die seit 1949 bestehende Bundesrepublik und Deutsche Demokratische Republik, die auf dem Wege der Erlangung staatlicher Souveränität in die entgegen gesetzten Lager eintreten mussten und somit die Spaltung der eigenen Nation vertieften.
Auf Schautafeln und mit Originalen wird diezunehmende Militarisierung der Kräfte in West und Ost dokumentiert. Im Verbund mit den Inhalten der Dauerausstellung erschließen sich dem Besucher die Zusammenhänge der gesellschaftlichen und militärischen Abgrenzung, die ihren sichtbaren Ausdruck in der Errichtung der umfangreichen Grenzsperranlagen durch die DDR im Jahr 1961 erfuhr.
Sowohl die Etablierung militärisch organisierter Grenzsicherungskräfte, als auch die Errichtung der von der DDR als „Antiimperialistischer Schutzwall“ deklarierten Grenzsperren und Anlagen stehen synonym für eine zwangsweise verordnete Gesellschaftsform, die eben nur im Schutze einer militärisch gesicherten Grenze entwickelt werden konnte und eigentlich zum Inbegriff von Unfreiheit und Bevormundung durch die staatstragende Partei der SED wurde.
Im Grenzlandmuseum Bad Sachsa werden diese Entwicklungen, die zur fast 45 Jahre andauernden deutschen Teilung führten, in den Monaten März bis Dezember anschaulich und multilingual präsentiert.
Die Öffnungszeiten des Museums sind jeweils Mittwochs und Freitags von 13.00 – 17.00 Uhr, Samstags von 12.00 – 17.00 Uhr und Sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr.
Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.grenzlandmuseum-badsachsa.de (externer Link).


