Geschrieben von Dirk Schariott (Kursana) am 07. März 2018
Bestnoten für das Haus Lukas
Medizinischer Dienst der Krankenkassen stellt gutes Zeugnis aus – Und: Schlachtfest ohne Brüheaustragen
Überraschung in der Vormittagszeit. Als es kürzlich an der Tür des Kursana-Domizils Bad Lauterberg klingelte, waren die Mitarbeiter des Altenheims dann doch für einen Moment etwas sprachlos. Unangemeldet erschienen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) zur jährlichen Regelprüfung im Haus, um die Leistungen sowie die Qualität der Betreuung unter die kritische Lupe zu nehmen. Insgesamt können im Haus Lukas bis zu 104 Frauen und Männer leben. Jetzt erhielt die Direktorin des Domizils, Renate Springborn-Aschoff, das Ergebnis dieser Überprüfung. Schwarz auf weiß stand da die Durchschnittsnote 1,1 auf dem Zeugnis geschrieben. Eine Bewertung, die sie natürlich stolz macht: „Diese Bewertung ist ein Zeichen für die kontinuierliche Arbeit im Pflege- und Betreuungsbereich. Aber auch Küche und Reinigung haben ihren Anteil an der Zufriedenheit der Bewohner und damit an der Note. Diese Überprüfung zeigt, dass für unsere Mitarbeiter der Beruf nicht nur schlechthin ein Job ist, sondern sie mit dem Herzen dabei sind, engagiert ihre Arbeit verrichten.“
In den überprüften Bereichen Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene gab es dreimal eine glatte 1,0 sowie einmal eine 1,2. Der Durchschnitt im Gesamtergebnis liegt in Niedersachsen übrigens bei 1,3.
Diese MDK-Prüfungen von stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten werden seit 1995 deutschlandweit im Auftrag der jeweiligen Landesverbände der sozialen Pflegekassen durchgeführt. Seit 2008 werden die gewonnenen Erkenntnisse der MDK-Prüfungen in Form von Noten vereinheitlicht und als sogenannte Transparenzberichte im Internet veröffentlicht. Diese Vorgehensweise soll in erster Linie mehr Transparenz in der Pflege schaffen, aber auch einen Qualitätswettbewerb der Pflegeeinrichtungen ermöglichen.
Schlachtfest im Haus Lukas
Und dann gab es ja vor Kurzem auch noch eine besondere Veranstaltung im Haus Lukas: Das Winterhalbjahr war in einer mehr ländlich geprägten Gegend schon immer die Zeit für Hausschlachtungen. Ein selbst gefüttertes Schwein im Stall – und schon füllten sich Wurstkammern mit leckeren Nahrungsmitteln. Im Kursana Domizil war jetzt wieder die Zeit des Schlachtfestes, an die sich viele Bewohnerinnen und Bewohnern noch gern erinnern. „Als Kinder mussten wir dann im Dorf Brühe austragen und bekamen dafür einen Wurstkringel“, sagt Bewohnerin Anneliese Herbrich.
Nun, Wurstbrühe musste diesmal beim „Hausschlachten“ im Domizil niemand mehr austragen. Diese Zeit wurde vielmehr genutzt, um sich am Nachmittag durch Erzählungen, mit Gedichten, Liedern und Quiz-Fragen an das Schlachten zu erinnern. Aber natürlich lebte das Schlachtfest im Haus Lukas nicht nur von Erinnerungen, sondern es wurde auch und vor allem kräftig getafelt.
Zum Abendbrot gab es frisches Mett, Bauchfleisch sowie leckere Rot- und Leberwurst. Es war eine gelungene Reise in die Jugendzeit, so bestätigten viele Bewohner und sprachen den Mitarbeitern der sozialen Betreuung ihren Dank aus.