Geschrieben von Klaus Wiedemann (Harzklub Bad Lauterberg) am 02. April 2018
„Voller Freud“ die Winterpause beendet
Harzklub Bad Lauterberg ist an Ostern in die Folklore-Saison gestartet





Am Ostersamstag (31.03.2018) ist die Heimatgruppe des Harzklub-Zweigvereins Bad Lauterberg in die Folkloresaison 2018 gestartet. Mit dem Musikstück „Voller Freud“ begann der Auftritt und man merkte der Gruppe schnell an, dass sie über die Beendigung der Winterpause froh ist. Im Saal hatte sich ein Publikum eingefunden, das es den Akteuren leicht machte, denn alle waren von Beginn an begeistert.
Eine Auswahl aus Harzer Liedern, Jodlern, Musikstücken zum Mitsingen, Darbietungen von Brauchtum und die Peitschenknaller rundeten das Programm ab. Eine besondere Atmosphäre bildete sich, als Brigitte Müller und Burkhard Welz das Solo-Duett „Stille in den Bergen“ präsentierten. Man spürte, wie der Saal diesen stimmungsvollen Vortrag in sich aufsog. Mit dem Ruf „Glück Auf, der Steiger kommt“ sagte Bernfried Saatze – in der Tracht der Bergleute – den Bergmannspruch auf. Nach der Feststellung „Die Sonne ist noch nicht erwacht“ ging es in die Pause, die einige Zuhörer nutzten, um Informationen über den Verein zu erhalten oder eine CD zu erwerben.
Vielfältiges Programm, begeistertes Publikum
Mit einer musikalischen Einspielung begann der zweite Teil des Heimatnachmittages. Erika Engelke, die wie immer sicher und souverän durch das Programm moderierte, kündigte mit dem Hinweis, dass die Frauen ab sofort auf ihre Männer achten sollen, die Brockenhexen an. In der Tat, die sagenumwobenen Hexen Nicole und Anne schwebten durch den Saal und mancher der Besucher wurde freundlichst umgarnt.
Danach folgte ein Wanderlieder-Potpourri, bei dem das Publikum fleißig mit einstimmte. Die Holzhacker-Buam und die sägenden Holzfuhrleute sorgten bei dem Lied „Lauterberger Holzhacker“ für den Takt. Danach hieß es, die Köpfe etwas einzuziehen, denn in dem gut gefüllten Saal musste zusammengerückt werden, damit eine Aufführung des Peitschenknaller-Marsches möglich wurde. Bei den „Heimatglocken“, bei den Horst Jäde mit seinem Glockenspiel als Solist auftrat, wurde seine Fingerfertigkeit besonders mit Applaus belohnt. Bernfried Saatze zeigte dann mit „Ganz zach“, nach den Musikstücken „In dem Oberharzer Wald“ und „Grüne Tannen“, eine variantenreiche Löffelspieleinlage.
Gemeinsam mit den Gästen, aus vollem Munde, klang das Schlusslied „Köhler-Liesel“ durch den Saal. Die Peitschenknaller unterstützten dabei nochmals die Kapelle. „Auf Wiederseh‘n in grünen Bergen“, zum Abschluss vorgetragen, sollte dann die Verabschiedung sein. Doch daraus wurde nichts: Das Publikum forderte nochmals einige Zugaben von der Gruppe und machte allen Akteuren mit der Begeisterung eine große Freude. Nach den besten Wünschen für ein frohes Osterfest hieß es wirklich „Auf Wiedersehen“ und alle versprachen gerne wieder zu kommen.