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Geschrieben von ski am 22. April 2018
Aktuell

32 Stunden Extremsport

Odertalsperre war Schauplatz vom Abenteuerlauf „The Harz“

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Wer am Samstag (21.4.18) an der Talsperre spazierenging, wunderte sich vielleicht über die vielen Mountainbiker und Kanufahrer: ein Teil des Extrem-Abenteuerrennens „The Harz“ führte dort entlang. Der Campingplatz Glockental war eine „Transition Area“, eine Wechselzone in dem 280 Kilometer-Rennen.

280 Kilometer Schinderei

Diese Art von Rennen ist allerdings nur für Hartgesottene, für die ein Marathon keinerlei Herausforderung mehr ist: Auf einer Rundstrecke durch den Harz mit Start und Ziel in Thale warten auf  die 138 Teilnehmer mehrere Disziplinen: Laufen, Mountainbiken, Kanufahren, aber auch Bogenschießen. Darunter sind Abschnitte mit Orientierungslauf bzw. -fahrt (mit Karte und Kompass), und Run-Bike-Strecken, bei denen die Zweierteams abwechselnd laufen und radfahren. Es gilt, sich anhand der allen Teilnehmern zur Verfügung gestellten Karte zu orientieren und so vielen Kontrollpunkte wie möglich zu erreichen. Gestartet wird in Zweier- oder Viererteams, aber wer es ganz alleine durchziehen will, kann auch als „Challenger“ starten. Der einzige Unterschied: für Einzelstarter sind 4-6 Stunden Schlafpause vorgeschrieben – die anderen ziehen das Rennen am Stück durch.

Internationales Teilnehmerfeld

Gestartet wurde am Samstagmorgen um vier Uhr, Zielschluss war Sonntag um 12 Uhr. Das Extremrennen im Harz fand bereits zum 7. Mal statt; das Organisationsteam und die freiwilligen Helfer sind niederländisch/deutsch, das Teilnehmerfeld international. „Das machen wir als Hobby“, sagt Mart vom Organisationsteam. Er lobt vor allem die Zusammenarbeit mit Thomas Trautmann vom Kreissportbund Harz: „Der hilft uns bei den ganzen notwendigen Genehmigungen“. Jedes Jahr ist der Rennverlauf anders, und es werden immer ein paar neue Besonderheiten eingebaut. So war beispielsweise die Ziplein an der Rappbodetalsperre bereits Bestandteil des Rennens – diesmal eben Kanufahren und Bogenschießen. Am Ende gewinnt, wer die meisten Punkte gesammelt hat. Dem Sieger winken – Ruhm und Ehre, allerdings nur unter Eingeweihten. Denn Zuschauer auf der Strecke gibt es fast keine. „Das ist kein Zuschauersport“, sagt Mart: „Das Feld ist viel zu weit auseinandergezogen“. Aber wer so ein hartes Rennen durchzieht, der benötigt vermutlich auch keine Anfeuerungsrufe – dem ist die Schinderei Lohn genug.


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