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Mittwoch, 19. Juni 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 16. Juni 2013
Aktuell

Tausende feiern mit der KGS

Tag der offenen Tür zum 40. Jubiläum – riesiges Programm, jede Menge Spaß und Musik und für viele ein Wiedersehen mit ihrer alten Schule

Auch die Schulband brachte mehrere Geburtstagsständchen.
Auch die Schulband brachte mehrere Geburtstagsständchen.
Tanzgruppe mit getarnter Lehrerin.
Tanzgruppe mit getarnter Lehrerin.
Klassiker bei KGS-Veranstaltungen: Präsentation der Trampolin-AG.
Klassiker bei KGS-Veranstaltungen: Präsentation der Trampolin-AG.
Experimente: Ein – ähm – mit kakaohaltiger Fettglasur überzogener Eiweißschaum-Ball auf Waffel im Vakuum.
Experimente: Ein – ähm – mit kakaohaltiger Fettglasur überzogener Eiweißschaum-Ball auf Waffel im Vakuum.
Stöbern in alten Fotos.
Stöbern in alten Fotos.
Trockenübung: Einmal auf dem Surfbrett stehen.
Trockenübung: Einmal auf dem Surfbrett stehen.
Kunstprojekt: Ein verpackter Raum.
Kunstprojekt: Ein verpackter Raum.
40 Sorten zur Auswahl – ein Buffet voller Jahrgangskuchen.
40 Sorten zur Auswahl – ein Buffet voller Jahrgangskuchen.

In der KGS ticken die Uhren seit jeher anders. Seit ein paar Wochen tun sie es sogar gar nicht mehr: Über die neue Sprechanlage sind Durchsagen zwar endlich auch im Nebengebäude zu hören und der Pausengong funktioniert tadellos. Aber die Zeitanzeige, die hakt jetzt. Alle Uhren stehen auf Viertel vor zehn. Vielleicht war das ganz praktisch für den Tag der offenen Tür, mit dem die Kooperative Gesamtschule (KGS) am Samstag (15.06.2013) ihren 40. Geburtstag gefeiert hat. Konnten die Besucher so doch locker die Zeit vergessen an diesem Tag mit Programm bis in die Nacht(!).

Die Menschen verteilten sich auf dem weiträumigen Gelände ganz gut, aber es dürften Tausende gewesen sein, die der Schule ihre Aufwartung machten. Die Schüler und Lehrer nutzten die Gelegenheit, ihre KGS zu präsentieren. Sie zeigten natürlich die Räume und boten einen Blick ins rege Schulleben. Die einzelnen Fachbereiche stellten sich mit verschiedenen Aktionen vor: Die Naturwissenschaftler luden zum Experimentieren ein, die Künstler zum Malen, die Sportler schwärmten von ihren Ski- und Surffreizeiten und halfen ganz Wagemutigen dabei, sich einmal selbst auf dem Surfbrett zu beweisen – freilich auf dem wellenlosen Rasen. Vor allem für Kinder gab es jede Menge Mitmach-Angebote vom Tischtennis in der Sporthalle, über Laubsägen im Werkraum bis zur Schnitzeljagd durch alle Trakte.

Die Größeren hielten sich eher an das enorme Angebot an Kulinarischem und Musik. Bei beidem sollte jeder auf seinen Geschmack gekommen sein. Buffets mit internationalen Speisen und 40 verschiedenen „Jahrgangskuchen“, Cola bis Cocktails, Blaskappelle bis DJ – es gab wahrlich Auswahl. In der Sporthalle stand gleich zwei Mal eine fast einstündige Show auf dem Programm mit verschiedenen Tanz-Acts und – seit Jahrzehnten Kult bei KGS-Veranstaltungen – einer Präsentation von Uli Geiles Trampolin-AG. Ja, sie fangen noch immer zu Queens „We will rock you“ mit dem Springen an.

Überhaupt, das Wiedersehen. Natürlich ging es auch darum am Jubiläumstag. Viele Ehemalige schauten einmal wieder in ihrer alten Schule vorbei. Es haben sogar richtige Klassentreffen stattgefunden. Die früheren Schüler stöberten in alten Fotos, unterhielten sich mit ihren Lehrern von damals, die vielleicht selbst mittlerweile „Ehemalige“ sind. Was ist aus wem geworden? Die eine oder der andere war auf einem Baum voller Visitenkarten wiederzufinden – sie reichten bis nach Sao Paulo oder Japan.

Und dann natürlich die Neugier: Was hat sich in der KGS getan? Auf den ersten Blick wenig: Das Gebäude hat noch immer den Charme der 70er, es riecht wie eh und je, nach wie vor bekommen in der Projektwoche manche Wände einen Comic verpasst. Aber die KGS ist jetzt weitgehend barrierefrei und hat eine Mensa. Die Fachräume sind modernisiert worden. Für den furchtbar öden Schulhof gibt es Umbaupläne. Bald will die Schule ausprobieren, nur noch in Doppelstunden zu unterrichten. Und über allem liegt die Aufbruchstimmung: Die Oberstufe kommt – Abi 2016.

In 40 Jahren hat es so einige Änderungen in der Schulpolitik gegeben, die natürlich auch Einfluss auf die KGS hatten. Aber noch immer ist sie eine Schule, an der Schüler und Lehrer offenbar gerne gemeinsam feiern, zu der Ehemalige genauso gerne wiederkommen, an der der Schulleiter für ein gelungenes Fest persönlich mit gespülten Tellern durch die Menge hastet.

Nur an den Uhren ist die Zeit stehen geblieben. Und trotzdem ist sie unverkennbar – die Bad Lauterberger KGS. Freuen wir uns auf das Jahr 2023, dann gibt‘s das 50.


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