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Geschrieben von Katja Koch am 22. Mai 2018
Aktuell

„Die Ideen kommen eigentlich im Machen“

Kulinarische Lesung mit Sophie Bonnet

Sophie Bonnet liest aus ihrem neuen Krimi
Sophie Bonnet liest aus ihrem neuen Krimi
Provenzalische Küche
Provenzalische Küche
Schlemmer-Buffet
Schlemmer-Buffet

„Ein totales Erlebnis. Uns, als Buchhandlung hat es ganz großen Spaß bereitet, so eine fantastische Autorin da zu haben mit so einem abwechslungsreichen Abend“, sprach Susanne Kinne nach der Veranstaltung.
Am Freitagabend haben Kinne und ihr Team die Gäste mit den Köstlichkeiten empfangen und kreierten somit eine besondere Atmosphäre: die Atmosphäre der Provence.
Die eingeladene Bestsellerautorin, Sophie Bonnet, aus Hamburg begann ihre Lesung mit einer Slide-Show. Die  herrlichen Landschaften der Provence  mit ihren hohen Bergen, beeindruckenden Gebirgszügen, fruchtbaren, grünen Tälern, wilden Schluchten, Feldern mit Weinreben, Kräutern und Lavendel sind eine Quelle der Inspiration, wenn es darum geht ihre Krimis zu schreiben, deren Handlungen im Südosten Frankreichs stattfinden. Aber nicht nur die Landschaft, sondern auch ganz einfache Dinge können inspirierend sein.
„Manchmal braucht es nur ein Stichwort, und in meinem Kopf beginnt ein Kinofilm, den ich sofort niederschreiben muss. So entwickelt sich aus einer einfachen Idee in kürzester Zeit eine ganze Geschichte, die dann mit dem ursprünglichen Gedanken manchmal gar nicht mehr viel zu tun hat“, erzählt Frau Bonnet  in einem Interview.
Am Freitag den 18. Mai stellte sie in der Buchhandlung Moller ihren nächsten Roman vor: Provenzalischer Schuld: Ein Fall für Pierre Durand (Die Pierre Durand Bände, Band 5).

„Es ist November in Südfrankreich. Die Olivenernte hat begonnen, die Tage sind noch angenehm warm. Da erschüttern zwei mysteriöse Morde die Hochprovence. Weit entfernt von Sainte-Valérie, wo sich Pierre Durand auf den gemeinsamen Urlaub mit seiner Freundin Charlotte freut. Doch als Nanette Rozier, die Frau des Bürgermeisters, spurlos verschwindet, ist an Erholung nicht mehr zu denken. Bald wird Arnaud Rozier verdächtigt und bittet seinen Chef de police um Hilfe. Pierre Durand folgt der Spur der Vermissten in die provenzalischen Berge bei Sisteron und begibt sich damit selbst in höchste Lebensgefahr ... „

„Die Ideen kommen eigentlich im Machen“, antwortete Frau Bonnet auf die Frage wie ihre Ideen entstehen.
Gesellschaftliche Probleme, spannende Menschen, die sie besucht und sich erzählen lässt wie sie arbeiten, auch mal ein Zeitungsartikel oder ein Video und nicht zuletzt die Kochrezepte sind weitere Ideenquellen für die Autorin. Noch in der Studentenzeit entdeckte Sophie Bonnet ihre Leidenschaft für das Kochen. Von den Reisen brachte sie stets Kochbücher mit. In ihrer Krimi-Reihe werden dem Leser solche Namen wie caillettes, quiche provençale oder compote de fruites cuites au yaourt begegnen. Das sind die Speisen der regionalen Küche, derer Rezepte  die Autorin immer am Ende ihres Romans aufschreibt. Und wer mehr über die traditionelle Küche der Haute-Provence erfahren möchte, dem legt sie ihr Kochbuch Provenzalischer Genuss: Die Lieblingsrezepte des Ermittlers Pierre Durand ans Herz. Eine Liebeserklärung an die Provence und ihre Küche in 75 Rezepten.

Auf die Frage, wie sie an ihrem Buch gearbeitet hat, sagte Sophie Bonnet: „ Ich habe ein halbes Jahr für das Kochbuch eingeplant, aber es ist viel länger geworden. Ich habe selbst im Dezember noch nachfotografiert und das war schon eine ganze Menge Arbeit.“  Sie machte sich keinen genauen Plan, sondern machte es „aus dem Bauch heraus“. „Ich wusste ungefähr welche Rezepte ich haben wollte,  ein bisschen so kombinieren, dass ist gut zu Region  passt, weil es gibt ja auch regionübergreifende Rezepte und habe dann sie zusammengestellt und losgelegt.“

„Das hat allen beeindruckt, dass Frau Bonnet die Aufnahmen in ihrem Kochbuch selbst gemacht hat und mit so viel Liebe und so authentisch das Ganze überbrachte“, so Susanne Kinne.

Obwohl Sophie Bonnet als Kind gerne und viel schrieb, beruflich Buchautorin zu werden, auf die Idee ist sie nicht gekommen.  Zuerst war es Germanistikstudium, Studium in Sinologie und psychotherapeutischer Zusatzausbildung. Übrigens: diese Ausbildung hat Frau Bonnet geholfen, die Menschen besser zu verstehen, sich in sie hineinzuversetzen.  „Bei meinen Büchern wird man auch merken, dass man die Menschen nicht so einfach in die Schublade packen kann, dass jeder Mensch so eigene Motivation und auch Gründe hat bestimmte Handlung durchzuführen.“
Später, als sie bereits als Therapeutin arbeitete, kam dieser tief in ihr verwurzelte Wunsch wieder zum Vorschein: Schreiben, und zwar am liebsten den ganzen Tag lang! Und so verfasste Frau Bonnet ihren ersten Krimi, der dann auch von einem renommierten Verlag veröffentlicht wurde.


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