.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Mittwoch, 21. Oktober 2026
Login



Geschrieben von Dirk Schariott (Kursana) am 03. August 2018
Aktuell

„Das haben wir noch nicht erlebt“

Extremer Sommer: Bewohner des Haus Lukas haben sich ein Bild von der Hitze und Trockenheit im Harz gemacht

Füllungsgrad 47,4 Prozent: Die Odertalsperre am 3. August 2018. Hier war der Wasserstand zwar auch in den letzten Jahren schon niedrig, das lag aber an der Sanierung des Staudammes. (Fotos: Boris Janssen)
Füllungsgrad 47,4 Prozent: Die Odertalsperre am 3. August 2018. Hier war der Wasserstand zwar auch in den letzten Jahren schon niedrig, das lag aber an der Sanierung des Staudammes. (Fotos: Boris Janssen)
375.jpg 377.jpg 379.jpg

Seit Wochen gibt es auch im Kursana Domizil Bad Lauterberg nur ein Thema: die anhaltende Hitze und Trockenheit. Bewohner vom Haus Lukas wollten sich davon einmal selbst hautnah ein Bild machen und starteten Mitte der Woche (KW 31/2018) in den kühleren Morgenstunden im Bus zu einer Rundfahrt durch den Harz.

Die Fahrt ging an der Odertalsperre vorbei weiter in Richtung St. Andreasberg. Von dort aus dann über Sieber, Herzberg, Pöhlde und Scharzfeld wieder zurück ins Haus Lukas. Die Bewohner waren nahezu entsetzt über den Anblick im Oberharz, sie mochten nicht glauben, dass die Ernte schon jetzt fast vorbei ist und es nur noch wenige grüne Flächen zu sehen gibt. „Wo im Frühjahr in den Talsperren noch das Wasser stand, da kann der Förster jetzt bald den Rasen mähen“, meinte scherzhaft Bewohner Dieter Müller.

 

Talsperren ungewöhnlich gering gefüllt

Allerdings steckt viel Wahrheit in dieser spaßig gemeinten Aussage. Die sechs großen Westharzer Stauseen, zu denen auch der Oderstausee gehört, haben derzeit einen durchschnittlichen Füllungsgrad von etwa 56 Prozent. Im langjährigen Mittel sind es um diese Jahreszeit dagegen etwa 70 Prozent. Auch ein anderer Vergleich macht die momentane Situation sehr deutlich: Gegenwärtig haben die sechs Stauseen aus den Hochlagen des Harzes noch einen Zufluss von insgesamt etwa 2.000 Kubikmeter pro Stunde, im gleichen Zeitraum abgegeben werden aber fast 14.000 Kubikmeter. Das erklärt den sehr niedrigen Füllungsgrad. Hinzu kommt noch, dass durch die starke Verdunstung pro Tag ungefähr 50.000 Kubikmeter Wasser verloren gehen.

Solche Zahlen sind natürlich auch für die Bewohner aus dem Haus Lukas Grund zur Diskussion. Hatten wir jemals schon einen solch heißen und lang andauernden Sommer? Eindeutig kamen die Bewohner zu dem Ergebnis: Nein, so etwas haben wir trotz unseres Alters noch nicht erlebt.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche