Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 17. August 2018
Neue Brücke soll noch 2018 fertig werden
Bauarbeiten an der Eisenbahnüberführung in Barbis im Zeitplan



Die bereits seit dem 5. Februar 2018 dauernden Bauarbeiten an der neuen Eisenbahnbrücke über die Hinterstraße in Barbis liegen derzeit im Zeitplan. Sie sollen im Dezember 2018 abgeschlossen werden. Für die Dauer der Bauarbeiten ist die Hinterstraße in diesem Bereich für den Verkehr voll gesperrt. „Der komplette Neubau ist erforderlich, um die Infrastruktur zu modernisieren, damit ein stabiler Zugverkehr auch in Zukunft gewährleistet ist“, so die Deutsche Bahn in einem Anschreiben an die Anwohner.
Ostern wurden Anwohner wegen Lärms umquartiert
In diesem Schreiben betont die Bahn, die von den Bauarbeiten ausgehenden Beeinträchtigungen so gering wie möglich halten zu wollen. Lärmbelästigungen und Nachtarbeiten seien aber nicht gänzlich vermeidbar. Die Anwohner werden um Verständnis gebeten. Insbesondere waren Nachtarbeiten vom 26. Februar bis zum 19. März sehr lärmintensiv, weiterhin wurde an dem langen Wochenende über die Osterfeiertage vom 29. März bis zum 2. April durchgängig 24 Stunden am Tag gearbeitet, da die Bahnstrecke in diesem Bereich voll gesperrt war.
In dieser Zeit wurde die alte Brücke zurückgebaut und eine Hilfsbrücke erstellt. Dazu wurden unter anderem Stahlträger in den Boden gerammt, was auch noch weit von der Baustelle entfernt deutlich zu hören war. Gerade direkte Nachbarn nahmen deutliche Erschütterungen in ihren Häusern wahr. Den direkten Anwohnern hatte die Bahn angeboten, während dieser Zeit auf Kosten der Bahn in einem Hotel zu wohnen, was von einigen auch angenommen wurde.
Noch einmal Bauarbeiten rund um die Uhr
Nach Angaben des Verantwortlichen von der Bauüberwachung der Bahn vor Ort, dem Bauingenieur Ilirjan Allajbej, wird es jedoch nicht mehr zu solch extremen Lärmbelästigungen kommen. Auch nicht in der Zeit vom 28. September bis zum 7. Oktober 2018, wenn erneut 24 Stunden am Tag durchgehend gearbeitet wird. Dann ist auch die Bahnstrecke zwischen Scharzfeld und Walkenried wieder voll gesperrt, um die Hilfsbrücken auszubauen und das endgültige neue Brückenbauwerk einzubauen.
Derzeit werden umfangreiche Stahlbetonarbeiten an der Überführung durchgeführt. Dort sind durchschnittlich sieben Arbeiter der bauausführenden Firma Fischer aus Elze beschäftigt. Nach der Fertigstellung sind in dem neuen Bauwerk etwa 100 Tonnen Baustahl und circa 300 Kubikmeter Beton verbaut worden. Die Durchfahrbreite wird übrigens durch den Neubau nicht verändert; es bleibt eine Verengung der Fahrbahn.
Bahnverkehr möglichst wenig einschränken
Die Genehmigungen der zuständigen Behörden für lärmintensive Arbeiten und Nachtarbeiten liegen vor. Aber einige Anwohner sind nicht nur durch den Lärm betroffen, sondern haben auch mitunter Schwierigkeiten, wie gewohnt auf ihre Grundstücke zu gelangen.
Gleichzeitig mit dem Projekt in Barbis wird ein etwas kleineres Projekt in Tettenborn – ein sogenannter Durchlass – koordiniert. Ein von der Bahn eingesetzter Sicherheitskoordinator konnte bisher keinerlei Mängel im Zusammenhang mit den Bauarbeiten feststellen. Um die Einschränkungen des Bahnverkehrs so gering wie möglich zu halten, erfolgen bestimmte Arbeiten während der Betriebsruhe, auf dieser Strecke also eben in der Nacht, erklärt Ilirjan Allajbej.