Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 23. August 2018
Stolz auf gelungenes Projekt
Der Kirchenvorplatz in Bartolfelde ist eingeweiht worden – Und nebenbei wurde der Kirchenvorstand gewählt



Nach den umfangreichen Bauarbeiten und Umgestaltungen an dem Kirchenvorplatz in Bartolfelde ist der Platz am Sonntag (19.08.2018) offiziell eingeweiht worden. Zu der kleinen Feierstunde hatte der Bürgerverein Bartolfelde eingeladen, der die vom Dorfentwicklungsprogramm geförderten Maßnahmen koordiniert und initiiert hatte. Dazu fanden sich bereits zum Gottesdienst um 11 Uhr in der Kirche viele Besucher ein. Anschließend hielt der Vorsitzende des Bürgervereins Klaus Becker seine Ansprache auf dem neu gestalteten Kirchenvorplatz.
Nach einem kurzen historischen Rückblick zur früheren Bedeutung dieses Platzes, des sogenannten Ziegenmarktes, beschrieb Becker noch einmal die einzelnen Meilensteine, die zu der Neugestaltung geführt hatten. Um an Fördermittel der Dorferneuerung zu kommen, muss man Eigentümer des Grundstücks sein. Da die Stadt Bad Lauterberg oder die Kirche sich keine Eigentumsrechte verschafft hatten, erwarb der Bürgerverein das Grundstück. Nach der Zusicherung der Fördermittel wurden die verschiedenen Bauabschnitte geplant und zügig umgesetzt. Das alles wäre aber nicht ohne die Unterstützung von etwa 30 Personen möglich gewesen, die ihre Arbeitskraft und auch technisches Gerät und Maschinen zur Verfügung gestellt hatten. Auch einige Unternehmen hatten sich aktiv an den Maßnahmen beteiligt. Becker bedankte sich ganz herzlich bei allen Beteiligten.
Appell an Eigeninitiative und Politik
Der Vorsitzende zeigte sich stolz auf das gelungene Projekt des Bürgervereins Bartolfelde, das letztendlich etwa 30.000 Euro gekostet hat. Nach der ersten Kostenplanung durch das beteiligte Planungsbüro waren dafür 50.000 Euro veranschlagt worden. Im Übrigen war die Neugestaltung des Platzes bereits im ersten Dorferneuerungsprogramm für Bartolfelde vor 30 Jahren aufgetaucht, damals waren dafür 150.000 DM (knapp 77.000 Euro) angesetzt; der Plan wurde niemals umgesetzt.
Becker betonte, dass solche Maßnahmen nur mit einer funktionierenden Gemeinschaft, wie sie in Bartolfelde vorhanden sei, umgesetzt werden könnten. Er appellierte an die Anwesenden, genau so weiter zu machen und eigeninitiativ weitere Maßnahmen zu planen und umzusetzen, um die Lebensqualität im Dorf zu erhalten. Becker sprach auch das Thema Verfall von Gebäuden an und forderte ein Umdenken in der Politik und bei den Planern, um künftig auch für Abrissmaßnahmen Fördermittel beantragen zu können, wenn keine Nachnutzung der Gebäude möglich sei.
Die nachgeholte Kirchenvorstandswahl
Bevor der Imbiss- und Getränkestand durch den Bürgerverein öffnete, hielt Pastor Kahle noch eine kurze Andacht und segnete den neuen Platz. In der Zwischenzeit hatte auch das Wahlbüro zur Kirchenvorstandswahl nebenan geöffnet und etliche Gäste nutzten den kurzen Weg, um ihre Stimmzettel dort abzugeben oder auszufüllen. Nach der Auszählung der abgegeben Stimmen – die Wahlbeteiligung lag bei 38 Prozent – gibt es bereits ein vorläufiges Ergebnis der Wahlen: Thorsten Müller erhielt 114 Stimmen, Sabrina Sablotny 100, Alexandra Beermann 90, Janine Weber 76 und Nadine Götz 57 Stimmen.