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Geschrieben von ski am 07. Juli 2013
Aktuell

Reiskörner im Haar - und im Salat

"Leckereien mit Reis" lautete das Thema der Markttreff-Ausstellung am Freitag

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Reis ist für über die Hälfte der Weltbevölkerung das Hauptnahrungsmittel und wird schon seit mindestens 7000 Jahren angebaut. Die Besucher des St.-Andreas-Markttreffs am Freitag konnten sich über die vielen verschiedenen Reissorten, aber auch über die Bedeutung der Reispflanze als Fruchtbarkeitssymbol informieren. Denn schließlich herrscht auch bei uns der Brauch, ein Brautpaar nach der Trauung mit Reis zu bewerfen. Ursprünglich stammt diese Tradition jedoch vermutlich aus China, wo Reis die dominante Rolle in der Ernährung spielt und dementsprechend auch eine starke symbolische Bedeutung hat. So viele Körner im Haar der Braut hängenbleiben, so viele Kinder werden aus der Ehe hervorgehen - so will es zumindest die Legende. In Europa wurde dagegen früher mit Weizen geworfen, der hier eine ähnlich wichtige Rolle spielte.

Auch in indischen Hochzeitsbräuchen spielt Reis eine große Rolle. Er wird nicht nur geworfen, sondern auch bei der Hochzeit in den Sari der Braut eingeschlagen.

Reis wird in manchen asiatischen Kulturen auch zur Geburt eines Kindes geschenkt – als Symbol für Wohlstand und ein langes, fruchtbares Leben. In Japan durfte er früher nie verschwendet oder weggeworfen werden, da er sogar als heilig galt.

Die zahlreichen Besucher des Markttreffs, die das Gemeindehaus der St.-Andreas-Gemeinde wieder füllten, konnten aber auch viele Leckereien selbst versuchen. So gab es verschiedene Reissalate, eine Reissuppe und sogar eine Reis-Limetten-Torte als thematisch passende Kostproben. Und wie immer gab es dazu angeregte Gespräche unter den Gästen, von denen die meisten regelmäßig kommen.

Das Thema des nächsten Markttreffs am 2. August lautet: Pflanzen der Bibel. Zwischen 10 und 12 Uhr können die Besucher die Ausstellung bewundern und die Geselligkeit genießen.


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