Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 15. November 2018
Stimmungsvoller Martinstag in Osterhagen
Schauspiel in der St. Martins-Kirche, ein langer Laternenumzug durchs Dorf und „Martinsmännchen“ aus dem Steinofen







Die Kirchengemeinden Barbis, Bartolfelde und Osterhagen haben am Sonntag (11.11.2018) gemeinsam den Martinstag gefeiert. In die Veranstaltung in Osterhagen waren verschiedene Gruppierungen eingebunden, zudem gab es eine Überraschung, von der kaum jemand etwas wusste.
Zunächst trafen sich alle Teilnehmer um 17 Uhr in der Kirche in Osterhagen. Bereits vor dem eigentlichen Beginn zeigte sich die außerordentlich gute Beteiligung; schon früh waren alle Sitzplätze in der Kirche besetzt und es waren noch weitere Kinder, Eltern und Großeltern unterwegs. So bildete die voll besetzte St. Martins-Kirche einen würdigen Rahmen für die folgenden Aktivitäten.
Donnernder Applaus für die Kinder
Pastor Torsten Kahle begrüßte in einer kurzen Ansprache die Gäste und beschrieb das Wirken des einstigen Soldaten Martin von Tours, der später heiliggesprochen wurde und daher als der heilige Sankt Martin bekannt ist. Dann übernahmen die Kinder des Kindergartens Bartolfelde das Programm: Vor dem Altar der Kirche war eine entsprechende Kulisse eines Dorfes aufgebaut, vor der einer der „Hauptdarsteller“ als Bettler von Haus zu Haus ging und um Hilfe bat. Mehrfach abgewiesen ließ er sich frierend nieder und nun kam der Soldat Martin vorbeigeritten und dieser teilte letztendlich seinen Mantel mit dem Bettler. Die Geschichte wurde von den Kindergartenkindern in rührender Form sehr gut vorgetragen, unterstützt wurden sie durch die Mitarbeiterinnen des Kindergartens, die das Stück mit den Kindern etwa zwei Wochen lang eingeübt hatten. Auch die Kostümierung verdient Anerkennung. Alle Beteiligten erhielten donnernden Applaus der Gäste. Dann wurde noch gemeinsam das St.-Martins-Lied gesungen; musikalisch begleitet von einigen Flötenspielern und der Lyra des Spielmannszuges Bartolfelde.
Gut gestärkt durchs Dorf gezogen
Anschließend versammelten sich die Kinder und die Begleiter vor der Kirche zum bunten Laternenumzug. Und hier gab es die Überraschung: Der Osterhagener Karl-Heinz Baumann war dort vorgefahren und verteilte die von ihm mit Hilfe des Bäckers Rüdiger Krawitzki eigens für diesen Tag in einem Steinofen hergestellten „Martinsmännchen“. Die etwa 70 Leckereien waren schnell verteilt, dazu gab es auch Getränke für die Kleinen.
Dann formierte sich so langsam der große, bunte Umzug bei bestem Wetter. Passend zu der Geschichte wurde dieser angeführt von dem St.-Martins-Reiter; hier steckte die Osterhagenerin Kristin Morich in einem Kostüm auf ihrem Pferd. Der Spielmannszug Bartolfelde gab den Takt an und spielte die klassischen „Laternenlieder“, die von den begeisterten Kindern stimmungsvoll mitgesungen wurden. Den Umzug durch das Dorf sicherten Mitglieder der Feuerwehr Osterhagen ab, die zu Fuß und mit zwei Fahrzeugen den langen Zug wieder sicher bis zum Ausgangspunkt begleiteten.