Geschrieben von ski am 24. Dezember 2018
Brand in den Bühwiesen (ergänzt und aktualisiert)
Feuerwehreinsatz am Heiligabend




Das Weihnachtsessen war bei den meisten noch nicht verdaut und die Bescherung noch im Gange, als an Heiligabend etwa gegen 19:30 Uhr die Einsatzkräfte alarmiert wurden. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob ein Feuer bei der Barbiser Pinselfabrik Wistoba ausgebrochen wäre, doch tatsächlich war das Holzlager der daneben befindlichen Tischlerei Liessmann in Brand geraten. Als die ersten Einsatzkräfte im Gewerbegebiet in den Bühwiesen ankamen, stand der hintere Anbau bereits im Vollbrand.
Unter Leitung des Barbiser Ortsbrandmeisters Holger Böttcher-Faulborn waren Kameraden der Wehren aus Barbis, Bad Lauterberg, Osterhagen, Bartolfelde und Herzberg im Einsatz, insgesamt etwa 80-90 Kräfte, so schätzte Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Schröder. Auch vor Ort waren der ASB und das DRK, auch die HarzEnergie wurde herbeigezogen. Bei den Löscharbeiten wurde ein Kamerad der Barbiser Wehr, der mit Atemschutzgerät im Gebäude war, durch eine umstürzende Zwischenwand und herabfallende Teile verletzt und musste in die Göttinger Uniklinik gebracht werden.
Starke Rauchentwicklung
Bei einsetzendem Schneetreiben wurde das Feuer mit Hilfe der zahlreichen Löschfahrzeuge relativ schnell unter Kontrolle gebracht. Dabei waren auch die Drehleitern aus Bad Lauterberg und Herzberg im Einsatz. Durch das brennende bzw. glimmende Holz gab es eine starke Rauchentwicklung, die in ganz Barbis zu riechen war. Um an die Brandherde heranzukommen, wurde das Dach des Anbaus von zwei Seiten geöffnet und mittels der Drehleitern (auch die Herzberger Drehleiter wurde angefordert) gelöscht. Der Einsatz endete gegen vier Uhr; die Barbiser Wehr wurde nach dem Abrücken nochmals zu Nachlöscharbeiten gerufen.
Von dem Brand nicht betroffen ist die Produktionshalle der Tischlerei, das Holzlager befand sich in dem schuppenähnlichen Anbau dahinter. Durch den Feuerwehreinsatz konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Produktionsbereich oder andere Gebäude verhindert werden. Der Umweltzug der Bad Lauterberger Wehr nahm auch Messungen auf gefährliche Gase vor, es wurden keine festgestellt.
Bürgermeister Dr. Thomas Gans erklärte: „Ich bin sehr stolz darauf, dass heute an Heiligabend wirklich alle Kameradinnen und Kameraden der Wehren vor Ort im Einsatz sind. Im Namen der Stadt und aller Bürgerinnen und Bürger möchte ich mich bei allen für ihre große Einsatzbereitschaft sehr herzlich bedanken. Wir können froh sein, dass wir solche Mitmenschen haben, die bereit sind, selbst am Weihnachtsabend ehrenamtlich ihren Einsatz zu leisten. Und ganz besonders möchte ich mich auch bei den Partnern und Partnerinnen und Familien der Einsatzkräfte bedanken, die an diesem besonderen Abend auf sie verzichten müssen. Dem verletzten Feuerwehrkameraden wünsche ich vor allem eine schnelle und vollständige Genesung.“
Die Brandursache ist noch unklar; wie immer in solchen Fällen wird die Kripo Untersuchungen aufnehmen.
Anmerkung: Wir haben die Alarmierungszeit in unserem Bericht um eine halbe Stunde nach vorn korrigiert und einige Angaben ergänzt. ![]()