Geschrieben von Dieter Pfeiffer / Boris Janssen am 02. Januar 2019
Hallo 2019!
27. Neujahrsempfang des Campingparks Wiesenbeker Teich






Darauf ist im gerade gestarteten Jahr schon einmal Verlass gewesen: Der Neujahrsempfang des Campingparks Wiesenbeker Teich hat auch 2019 zahlreiche Menschen angezogen. Zur 27. Auflage am Dienstag (01.01.2019) waren erneut etliche Bad Lauterberger und Gäste zur Baude gekommen, um bei ordentlicher Verpflegung und netten Gesprächen das neue Jahr zu begrüßen. Wie man es kennt, hatte Betreiber-Familie Dombrowsky für einen gemütlichen Nachmittag vorgesorgt. Und natürlich war auch das Südharzer Bläser-Quartett wieder dabei.
Neujahrsansprache von Rolf Lange
Den politischen Part übernahm in diesem Jahr Ratsvorsitzender Rolf Lange (CDU). Auch wenn sein Amt ja eher Neutralität verlangt, fiel seine Ansprache doch deutlich parteiisch aus.
Wichtiges Thema auf Europaebene sei der Brexit: Komme er, und wenn ja, in welchem Umfang? Zwar sei Theresa May noch britische Premierministerin und habe ein erstes Misstrauensvotum überstanden, aber was komme jetzt?
Bundespolitisch sei die Wahl der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer eine demokratische Entscheidung und als solche gut, wie schon Wolfgang Schäuble festgestellt habe, der ja eigentlich Unterstützer des Gegenkandidaten Friedrich Merz war. Es bleibe jetzt abzuwarten, was sich durch die Wahl Kramp-Karrenbauers ändern werde.
Im Land habe es nichts Besonderes gegeben. Die Landtagswahl, ursprünglich für Januar 2018 geplant, war ja durch den Wechsel einer Grünen-Abgeordneten zur CDU bereits auf den Herbst 2017 vorgezogen worden.
Auf kommunaler Ebene wollte Rolf Lange nicht mehr auf die diversen Großprojekte der Stadt eingehen, darüber könne sich jeder ausführlich in den Medien selbst informieren. Dafür sprach er die verschiedenen Fusionsideen an, die die CDU Bad Lauterberg skeptisch betrachtet. So habe sich der Stadtverband schon im Vorfeld der Entscheidungen gegen die inzwischen geplatzte Fusion von vier Sparkassen im Landkreis Göttingen ausgesprochen. Inhaltlich könne er darauf nicht näher eingehen, da es sich um nicht-öffentliche Sitzungen gehandelt habe.
Bei der anderen Fusion, die 2018 im Gespräch war – nämlich ein Zusammenschluss der Städte Bad Lauterberg und Bad Sachsa mit der Gemeinde Walkenried –, sei fast neun Monate nichts passiert. Erst jetzt, nachdem die Ratsgruppe CDU/WgiR einen Antrag auf Abbruch der Sondierungsgespräche eingebracht habe, seien doch noch für diesen Januar Gespräche zwischen den drei Kommunen unter Teilnahme des Innenministeriums anberaumt. Man wolle die Ergebnisse abwarten, aber im Februar werde man vielleicht erneut den Antrag auf Abbruch in den Rat bringen.
Zum Schluss blickte Rolf Lange noch auf die im Herbst 2019 anstehende Bürgermeisterwahl voraus. Wann sie mit welchen KandidatInnen stattfinde, könne er heute noch nicht sagen. Über den Kandidaten der SPD könne man nur spekulieren, während bei seiner eigenen Partei bestimmt schon fünf oder sechs Namen als Gerüchte in der Stadt kursierten. Lange kündigte an, die CDU Bad Lauterberg werde sich zeitnah positionieren. Sollte man sich mit der Wählergruppe im Rat (WgiR) auf eine/n gemeinsame/n Kandidaten/in einigen können, hoffe man, dass beide Parteien/Gruppen auch voll hinter dieser Person stehen werden. Ob es überhaupt eine Bürgermeisterwahl gebe, hänge dabei freilich auch vom Ausgang der erwähnten Sondierungsgespräche mit Bad Sachsa und Walkenried ab.
Schwieriges 2018 für Familie Dombrowsky
Natürlich blickte auch Gastgeber Maik Dombrowsky auf 2018 zurück. Es war ein schwieriges Jahr für die Familie, die mit den Todesfällen von Dombrowskys Mutter sowie seiner Schwägerin zwei Schicksalsschläge erleben musste. Auch betrieblich lief es durchwachsen: Während die neue Wasserskianlage bei Bad Lauterbergern und Gästen ganz überwiegend begeistert aufgenommen wurde, stellt der Landkreis Göttingen die Zukunft der Anlage entschieden infrage.