Rechtzeitig vor Schulbeginn: zwei neu markierte Zebrastreifen - und das für lau
Leuchtende Folie sorgt für SicherheitBauamtsleiterin Anette Gödecke und Bürgermeister Dr. Thomas Gans sehen genau hinVerschiedene Techniken für verschiedene Untergründe und Einsatzzwecke: Heißplastik in der Oderfelder Straße
Es gibt ja Vereinigungen, von denen die meisten Leute wirklich noch nie gehört haben. Eine davon wurde am Donnerstag in Bad Lauterberg und Barbis aktiv: die Deutsche Studiengesellschaft für Straßenmarkierungen e.V. Dabei handelt es sich um einen Verband aller Firmen, die mit dem Herstellen und Anbringen von Straßenmarkierungen zu tun haben. Und diese Gesellschaft hat zum Tag des Zebrastreifens eine gute Tat vollbracht – oder vielmehr gleich zwei. Zwei Zebrastreifen wurden erneuert – und zwar unentgeltlich. Damit will der Verband darauf aufmerksam machen, wie wichtig gute und sichtbare Markierungen für die Verkehrssicherheit sind.
Der Zebrastreifen in der Schanzenstraße bei der Grundschule etwa war vor zwei Jahren erst von der Stadt neu mit Markierungsfarbe gepinselt worden. Durch die starke Befahrung an dieser Stelle aber war davon kaum noch etwas zu sehen – und das an dem Punkt, an dem für die Kinder der Schulweg die Straße kreuzt. Das ist nun seit Donnerstagmorgen anders – mit einer Spezialfolie wurde er neu markiert. Zusätzlich kamen Piktogramme und eine Pfeilmarkierung hinzu. „Mit solch einfachen Markierungsmaßnahmen kann man sehr viel für die Verkehrssicherheit tun. Die Pfeile wirken zusätzlich als optische Bremse und erzeugen Aufmerksamkeit bei den Autofahrern“, erklärt Dieter John, der Geschäftsführer des Verbandes. Der größte Vorteil der Folienmarkierung besteht aber bei Dunkelheit: das Material reflektiert sehr stark und bietet daher viel größere Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer. Mehrere Jahre soll nun die Folienmarkierung halten, verspricht John. „Und vor allem verliert die Folie nachts kaum an Leuchtkraft“. Eigentlich ist für den Tag des Zebrastreifens ja der erste September vorgesehen, aber angesichts des nahen Ferienendes hat der Verband die Aktion vorgezogen.
Eine andere Technik der Fahrbahnmarkierung wurde beim zweiten Pro-Bono-Projekt der Gesellschaft verwendet: in der Oderfelder Straße in Barbis wurde der Zebrastreifen mit der Heißplastiktechnik neu markiert. Material und Arbeitsleistung waren jeweils eine Spende der beteiligten Firmen.
Die Bürger haben also nun zwei ganz neu gemachte Zebrastreifen, der Verband hat auf sein Anliegen aufmerksam gemacht und seine Produkte gezeigt, und die Stadt hatte keinerlei Kosten. Ganz besonders, so verrät John noch, hat sich der Verband mit Sitz in Bad Sachsa gefreut, dass in Bad Lauterberg gleich grünes Licht für die Aktion gegeben wurde: „Manche Städte wollen das nämlich gar nicht“. Bürgermeister Dr. Thomas Gans muss da grinsen: „Da sind wir ganz anders.“