.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 25. Juni 2024
Login



Geschrieben von Christian Dolle am 19. Januar 2016
Aktuell

Fachwissen anschaulich vorgetragen

12. Jahrgang der KGS Bad Lauterberg hat zu einem Präsentationsabend eingeladen

Spannende Vorträge von KGS-SchülerInnen: Bei Susann Willig ging es um die Aborigines…
Spannende Vorträge von KGS-SchülerInnen: Bei Susann Willig ging es um die Aborigines…
… und Antonio Leonhardt sprach über Antimaterie.
… und Antonio Leonhardt sprach über Antimaterie.
Außer den Vorträgen wurden auch Plakate zu den einzelnen Themen präsentiert.
Außer den Vorträgen wurden auch Plakate zu den einzelnen Themen präsentiert.
Ayla Ercan und Severin Pilz begrüßten das Publikum…
Ayla Ercan und Severin Pilz begrüßten das Publikum…
…in der gut besuchten Pausenhalle…
…in der gut besuchten Pausenhalle…
…wo eine gute Stimmung herrschte.
…wo eine gute Stimmung herrschte.

Ist es möglich, mit Antimaterie Energie zu erzeugen? Und wer kennt sich schon mit der heutigen Lebensweise der Aborigines aus? Antworten darauf hat es am Donnerstag (14.01.2016) in der KGS Bad Lauterberg gegeben, wo der 12. Jahrgang zu einem Präsentationsabend mit etlichen Kurzvorträgen zu unterschiedlichsten Themen eingeladen hatte.

 

Arbeiten zu schade für die Schublade

Seit die Kooperative Gesamtschule eine Oberstufe eingerichtet hat, müssen sich die Schüler ein Seminarfach wählen, in dem sie sich in ein spezifisches Thema intensiv einarbeiten. Rein pädagogisch soll damit das selbstständige und fächerübergreifende Arbeiten beziehungsweise die Studierfähigkeit gefördert werden, ganz praktisch entstehen hierbei häufig sehr interessante Ausarbeitungen, da die meisten Schüler nun einmal ein Thema wählen, das ihnen besonders am Herzen liegt. So war es auch in Bad Lauterberg, und da es viel zu schade ist, solche Arbeiten in einer Schublade versauern zu lassen, erklärten sich einige der angehenden Abiturienten bereit, ihre Fachvorträge auch öffentlich zu halten.

Ebenso wie die Vorträge größtenteils eigenverantwortlich entstanden und somit auch für die Lehrer sehr informativ waren, hatten die Schüler auch den Präsentationsabend selbst gestaltet, mit professionell erstellten und gedruckten Plakaten zu allen Themen und Erfrischungen in den Pausen. (Auch die Presse hatten die Schüler selbst eingeladen, was ja – hier mal nebenbei bemerkt – selbst in manchen großen Betrieben oder Organisationen zu besonderen Anlässen leider nicht immer funktioniert.)

 

Vom Urlaub in Down Under zu den Folgen der Kolonialisierung

Nachdem Ayla Ercan und Severin Pilz die Zuhörer begrüßt hatten, standen diese vor der Qual der Wahl, denn die Vorträge waren in drei Blöcken zu hören, so dass leider nicht alles angehört werden konnte. Paula Lunk hatte sich mit dem Thema Drogeneinfluss während der Schwangerschaft auseinandergesetzt, bei Susann Willig ging es um die Aborigines, Kira Depping sprach über Euthanasie und bei Fenja Darby ging es um Depressionen. Außerdem stellte Annika Wicke die Frage, ob Intelligenz ein exklusives Merkmal der Menschen ist, Antonio Leonhardt informierte über Antimaterie und Jonathan Berger hatte sich mit dem Autopiloten im Flugzeug befasst.

Auf die heutigen Probleme der australischen Ureinwohner war Susann Willig bei einem Australienurlaub gestoßen, wo sie begonnen hatte, sich mit den Folgen der Kolonialisierung auf die einst sehr spirituell mit der Natur in Verbindung stehenden Aborigines auseinanderzusetzen. Sie sprach von dem einstigen Zwang auf die Ureinwohner, ihre eigene Kultur abzulegen, um Bürgerrechte zu erlangen, und erst ab 2008 geleisteten Entschädigungszahlungen, was die einst 500 verschiedenen Völker heute zu einer Art Unterschicht zwischen geringer Schulbildung, Alkoholproblemen und Perspektivlosigkeit machte. Die Kultur der Aborigines gebe es nicht mehr, so ihr trauriges Fazit.

 

Von Materie und Antimaterie

„Was ist die gefährlichste Waffe?“, fragte Antonio Leonhardt zu Beginn seines Vortrags. (Die Antwort eines Mitschülers, das sei das Wort, wurde insbesondere von der Presse wohlwollend zur Kenntnis genommen, doch darum ging es im Folgenden natürlich nicht.) Vielmehr erläuterte er, dass Antimaterie, die sich von der Materie nur durch ihre entgegengesetzte Ladung unterscheidet und somit als ihr Gegenteil bezeichnet werden kann, alles um uns herum auslöschen könnte. Nur ein Gramm Antimaterie habe die doppelte Sprengkraft der Hiroshima-Bombe und überhaupt besage eine Theorie, dass unser Universum nur existiere, da beim Urknall genau ein Teilchen mehr Materie als Antimaterie entstanden sei, was unsere Existenz erst ermögliche.

Wenn am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) Antimaterie auch heute schon erforscht wird, sei die Herstellung und somit auch die Energiegewinnung derzeit noch unmöglich – zum Glück auch die Nutzung als Waffe, fügte Antonio hinzu.

Wer weiß, vielleicht sind es schon die Abiturienten dieses Jahrgangs, die in vielen wissenschaftlichen Bereichen ganz Neues entdecken und unsere Welt nachhaltig verändern.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche