Geschrieben von Dorothea Peppler am 04. März 2020
Liederabend mit dem Bariton Christfried Biebrach
In der St. Andreas-Kirche Bad Lauterberg am Freitag, 13. März um 20 Uhr
Am Freitag, 13. März laden die Stiftung „Zukunft für St. Andreas“ und die Kirchengemeinde um 19.00 Uhr zu einem Einführungsvortrag zu Brahms im Gemeindehaus und um 20:00 Uhr in der St. Andreas-Kirche zu einem erlesenen und außergewöhnlichen Liederabend mit dem bekannten Bariton Christfried Biebrach, der von Reinhard Gräler am Klavier und dem Orgelpositiv begleitet werden wird, ein.
Auf dem Programm stehen die 4 ernsten Gesänge op. 121 von Johannes Brahms, die 10 biblischen Lieder op. 99 von Antonin Dvorak sowie zwei Gesänge aus dem Schemelli’schen Gesangbuch und eine Arie aus dem Magnificat von J.S. Bach und „O vulnera doloris“ von G. Carissimi. Johannes Brahms wählte die Texte - wie auch zu seinem Deutschen Requiem - der 4 ernsten Gesänge selbst aus der Lutherbibel aus und vollendete die Komposition dieses seines letzten Liedzyklus in Wien an seinem Geburtstag am 7. Mai 1896. Antonin Dvoráks insgesamt 10 „Biblische Lieder“ entstanden 1894 während seines Amerikaaufenthaltes von 1892-1895 in New York, wo er am National Conservatory of Music künstlerischer Direktor und Professor für Komposition war.
Christfried Biebrach wurde in Dresden geboren. Als Mitglied des traditionsreichen Dresdner Kreuzchores war er Sopran- und Altsolist und wurde bald musikalischer Assistent des Dirigenten. An der Kölner Musikhochschule studierte er Schulmusik und durfte nebenher in der Opern- und Liedklasse mitwirken. Es folgte das Gesangstudium an der Hamburger Musikhochschule bei Prof. Gisela Litz und Aribert Reimann, das er mit dem Konzertexamen und dem Operndiplom abschloss. Der Bariton machte sich im nord/westdeutschen Raum bald einen Namen als erfahrener und stilsicherer Interpret.
Er war Gast bei verschiedenen Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival, dem Musikfest Bremen, den Nürnberger Orgelwochen, dem Musikfest Hamburg, den Nymphenburger Schloßfestspielen München, der Thüringer Bachwoche, internationalen Festivals in Madrid und Barcelona. Es führten ihn Konzertreisen u.a. nach Israel, Frankreich, Spanien, Luxemburg, Belgien, Tschechien, Polen, Dänemark und Norwegen. Christfried Biebrach hat unter namhaften Dirigenten wie J.E. Gardiner, H. Blomstedt, R. Göbel, H.C. Rademann, und R. Gritton gesungen.
Reinhard Gräler ist Kantor und Organist an St. Marien in Winsen an der Luhe. Er studierte Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule Herford, wo er 1989 sein B-Examen ablegte (Orgel: Herbert Wulf). Es schloss sich das Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover an (Chorleitung Prof. Heinz Hennig, Klavier: Prof. Erika Haase), abgeschlossen mit dem A-Examen 1991. Neben seinem Studium besuchte Gräler zahlreiche Orgelkurse, u.a. bei Guy Bovet, Szigmond Szathmary, Ewald Kooiman und Ludger Lohmann. Auch als Liedbegleiter und Kammermusiker ist Gräler aktiv; so begleitete er Schuberts „Winterreise“, die „Schöne Müllerin“, Eisler-Fauré-Ravel-Lieder, die Liebesliederwalzer von Johannnes Brahms oder Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“. Ebenso gehören Programme mit Werken für zwei Klaviere oder vierhändiges Spiel zu seiner musikalischen Betätigung. Nebenbei ist Gräler auch zeitweise als Korrepetitor des NDR-Chores Hamburg tätig.
Bereits um 19.00 Uhr findet im Saal des Gemeindehauses ein ca. 30-minütiger Einführungsvortrag unter dem Titel „Solch ein Mensch… er glaubt an nichts!“ statt. Pastor Hillard Heimann aus Elbingerode befasst sich darin über allgemeine Informationen zum Konzertprogramm hinaus vorrangig mit der theologisch bedeutungsvollen Textauswahl der Vier ernsten Gesänge von J. Brahms.
Der Eintritt zum Einführungsvortrag ist frei. Für das Konzert wird am Ausgang eine Spende in Höhe sonst üblicher Konzerteintritte zugunsten der Stiftung „Zukunft für St. Andreas“ erbeten.
