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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Pastor Thorsten Kahle am 19. März 2020

Kirchen

Täglich um 19 Uhr läuten die Glocken

...in Barbis, Bartolfelde und Osterhagen

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Pastor Thorsten Kahle von den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Barbis, Bartolfelde und Osterhagen wendet sich angesichts der Corona-Pandemie an die Öffentlichkeit:

"Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?" (Psalm 27, Vers 1)

Liebe Schwestern und Brüder aller Konfessionen und Religionen, liebe Leserinnen und Leser,

mit diesen Worten betet der Beter des 27. Psalms in starker Bedrängnis durch Feinde.
In diesen Tagen sind wir alle Feinden ausgesetzt. Da ist zunächst einmal der große Feind „COVID 19“, kurz „Corona-Virus“. Dieses Virus breitet sich über die ganze Welt aus. Es ist sehr gefährlich, für viele Menschen sogar tödlich und – jedenfalls bisher – mit Medikamenten nicht bekämpfbar.

Da ist die große Angst vor Ansteckung und die Unsicherheit, wie wir mit der Krankheit umgehen müssen, die die Aktienmärkte in die Knie zwingt, Grenzen schließt, lang geplante Urlaubsreisen storniert, und das soziale wie religiöse Leben radikal einschränkt und sogar lahm legt.

Da ist die Panik, in die manche aus großer Angst verfallen, die Regale im Supermarkt leerfegt und Ausverkauft-Schilder an Regale in den Apotheken anbringt, wo sonst Desinfektionsmittel stehen. Da ist die Rat- und Hilflosigkeit, der wir alle in diesen Tagen ausgesetzt sind – Politiker, Kirchen und jede/jeder einzelne von uns. Wir folgen Richtlinien und Vorgaben, die sicher alle richtig und notwendig sind. Trotzdem weiß niemand, wie lange wir so zu leben gezwungen sind.

Es sind Feinde gegen uns ins Feld gezogen, die es um uns dunkel und grau machen.
So fühlte sich auch der Beter des 27. Psalms, als er die uns überlieferten Worte betete.
Doch er betete sie im unerschütterlichen Vertrauen auf den allmächtigen Gott, der mächtiger ist als alle Feinde, die gegen uns aufstehen. Er ist unser aller Licht und Heil.

Deshalb dürfen wir nicht gleichgültig werden. Aber wir dürfen vertrauen und an Gottes Kraft glauben – auch und gerade in dieser schlimmen Zeit der Krise.

Deshalb läuten jeden Tag um 19:00 Uhr für zehn Minuten die Kirchenglocken in Barbis, Bartolfelde, und Osterhagen, damit wir in der dunklen Angst an das Licht erinnert werden, das der allmächtige Gott uns ist und bleiben wird.

Pastor Thorsten Kahle
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