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Geschrieben von PM am 09. Januar 2014
Kirchen

Kirchenkreis Harzer Land setzt auf Ökostrom

Alle 52 Kirchengemeinden decken ihren Bedarf jetzt ausschließlich aus Wasser-, Wind- und Sonnenenergie

Auch die sehenswerte St. Andreas-Kirche in Bad Lauterberg wird nun vermittels Ökostrom ins rechte Licht gerückt. (Foto: Boris Janssen)
Auch die sehenswerte St. Andreas-Kirche in Bad Lauterberg wird nun vermittels Ökostrom ins rechte Licht gerückt. (Foto: Boris Janssen)
Stehen auf Ökostrom (von links): Jürgen Heidelberg (Vertrieb Harz Energie), Christa Eulert (kommissarische Leiterin des Kirchenkreisamts Osterode) und Superintendent Volkmar Keil. (Foto: Harz Energie)
Stehen auf Ökostrom (von links): Jürgen Heidelberg (Vertrieb Harz Energie), Christa Eulert (kommissarische Leiterin des Kirchenkreisamts Osterode) und Superintendent Volkmar Keil. (Foto: Harz Energie)

Seit dem 1. Januar beziehen alle 52 Kirchengemeinden des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harzer Land ihren Strom aus erneuerbaren Energien. Dazu wurde für 47 Kirchengemeinden ein Vertrag mit der Harz Energie geschlossen, der den Bezug von Strom aus Wasser-, Wind- und Sonnenenergie garantiert. Vier weitere Kirchengemeinden haben einen entsprechenden Vertrag mit den Stadtwerken Clausthal-Zellerfeld geschlossen, eine Kirchengemeinde mit einem anderen Anbieter.

Der Kirchenkreis Harzer Land gehört damit zu den ersten Kirchenkreisen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der seinen Strombedarf vollständig durch Ökostrom abdeckt. Superintendent Volkmar Keil, leitender Geistlicher des Kirchenkreises, hebt hervor, es sei besonders für die Kirche geboten, auf nachhaltige Energiegewinnung zu setzen: „Dass alle Kirchengemeinden des Kirchenkreises Harzer Land jetzt Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, hat für mich nicht in erster Linie kommerzielle Gründe. Verantwortlich mit unseren Ressourcen umzugehen, ist christlich geboten. Der Bezug von Ökostrom leistet einen wichtigen Beitrag, achtsam mit der uns von Gott anvertrauten Schöpfung umzugehen.“

„Wir freuen uns, dass sich der Kirchenkreis Harzer Land für Ökostrom entschieden hat“, sagt Andreas Grannemann, Vetriebsleiter der Harz Energie. „Damit leistet der Kirchenkreis einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, denn der Strom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. Mit der Entscheidung für einen kommunalen, regionalen Versorger ist zudem sichergestellt, dass ein großer Teil der Wertschöpfung vor Ort bleibt.“

 

Programm zum Energiesparen

Aus Fördermitteln der Landeskirche zur Durchführung von Energiesparmaßnahmen hat der Kirchenkreis 2013 zudem ein Programm aufgelegt, um in Kirchengebäuden, Pfarr- und Gemeindehäusern durch energetische Renovierungsmaßnahmen und intelligentes Energiemanagement Energie einzusparen. Mittel von über 200.000 Euro wurden bereits für verschiedene Maßnahmen wie Fensteraustausch, Dämmung von Gebäuden oder den Einbau von energieeffizienten Heizungsanlagen für die Kirchengemeinden freigegeben.

Superintendent Volkmar Keil sieht den Kirchenkreis auf einem guten Weg, um das von der Landeskirche ausgegebene Ziel zu unterstützen, die eigenen CO2-Emissionen im Zeitraum von 2007 bis 2017 um 25 Prozent zu verringern: „In vielen Kirchengemeinde gibt es bereits Energiebeauftragte und ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, den Energieverbrauch deutlich zu verringern und den CO2-Ausstoß in den Kirchengemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises in den kommenden Jahren weiter zu reduzieren.“

 

Kirchenkreis Harzer Land

Der Kirchenkreis Harzer Land ging am 1.1.2013 aus den früheren Kirchenkreisen Clausthal-Zellerfeld, Herzberg und Osterode hervor. Er reicht von Echte bis Bad Sachsa und von Duderstadt bis Altenau und umfasst 62.000 Gemeindeglieder in 52 Kirchengemeinden. Sitz der Superintendentur und des Kirchenkreisamts ist Osterode am Harz.


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