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Geschrieben von Mareike Spillner, Kirchenkreis Harzer Land am 18. Mai 2023
Kirchen

Veränderung ist ein Prozess

MOVE-Fortbildung der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Fotos: Mareike Spillner
Fotos: Mareike Spillner
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„Ich habe ein paar Probleme mit Alkohol – aber ich bin noch lange kein Alkoholiker!“ – wie antwortet man einem Jugendlichen auf so ein Statement, ohne dass sie oder er in die komplette Abwehrhaltung geht? Sich mit Alkohol, Zigaretten, Partydrogen, Cannabis und anderen legalen wie illegalen Drogen auszuprobieren, gehört oftmals für Jugendliche zum Erwachsenwerden dazu. Doch das kann schnell gefährlich werden – und Suchtpotential wecken.

Um motivierende Gesprächsführung und tiefergehende Suchtthematiken ging es letzte und vorletzte Woche beim „Move-Seminar“ in zwölf Modulen zu je 90 Minuten im Kirchenzentrum am Schloßplatz in Osterode. MOVE steht dabei für MOtivierende KurzinterVEntion, das sich an pädagogische Fachkräfte in unterschiedlichen Wirkungsbereichen richtet. „Für die Gruppe der riskant konsumierenden Jugendlichen sind Angebote notwendig, die ihnen Unterstützung bietet, die ankommt! Dadurch soll eine Abhängigkeit verhindert werden“, erklärt Sozialarbeiterin und Diakonin Anja Kanzinger von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes Harzer Land, die die Workshops zusammen mit Christoph Isermann, ebenfalls Mitarbeiter der Fachstelle, leitete. Er ergänzt: „Ziel ist es, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sie unterschwellig zum Nachdenken anzuregen. Veränderung ist ein Prozess. Oft kann es in kleinen Schritten gelingen, die Bereitschaft der Jugendlichen zu fördern und zu unterstützen, etwas an ihrer Situation zu ändern.“

Die zehn Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Einrichtungen, Fachkräfte in Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule, waren dabei und meldeten viel positives Feedback zurück: „Wir haben sehr interessante Themen und Sachinfos zu den unterschiedlichsten Suchtmitteln besprochen. Die Gruppe ist klasse, es ist schön, dass wir uns untereinander vor Ort vernetzen können und die Zeit verging wie im Flug.“ Oder auch: „Theorie und praktische Einheiten waren super gekoppelt. Auch das Achten auf das eigene Wording fand ich sehr eindrucksvoll. Ich bin auch zuhause ins Nachdenken gekommen und habe überlegt, ob die täglichen Süßigkeiten auch ein Suchtverhalten sind.“ Und abschließend: „Der Anteil an Beratungsfragen und -antworten ist hoch – und alles ist sehr praxisnah gestaltet. Die Fortbildung ist wirklich sehr zu empfehlen!“

Bisher wird das Seminar etwa alle zwei Jahre, je nach Nachfrage, von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Kooperation mit der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, die auch das Begleitheft zum Seminar zur Verfügung stellt, angeboten. Infos und Vormerkungen zur nächsten Runde gerne per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch: 05522-901969.


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