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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Rolf Steinke am 28. Oktober 2024

Kirchen

“Wenn du willst, dass sich etwas verändert, musst du es selbst tun“

Pastor Andreas Schmidt lud zur Gesprächsrunde mit Frauke Heiligenstadt MdB ein

Die Bundespolitkerin gibt Informationen über ihre Arbeit (Fotos: Rolf Steinke)
Die Bundespolitkerin gibt Informationen über ihre Arbeit (Fotos: Rolf Steinke)
Begrüßung durch Pastor Andreas Schmidt
Begrüßung durch Pastor Andreas Schmidt
Erika Engelke, Andreas Schmidt und Frauke Heiligenstadt
Erika Engelke, Andreas Schmidt und Frauke Heiligenstadt
Ein Harzer Dankeschön wurde überreicht
Ein Harzer Dankeschön wurde überreicht

Im Gemeindehaus fanden sich nur nur wenige Einwohner der Kneippstadt ein, um sich mit dem Thema Kirche und Staat in einer Diskussion auseinanderzusetzen. Dabei kam aber letztendlich eine sehr interessante Gesprächsrunde zusammen, in der weitere politische Themen im Mittelpunkt standen.

Arbeit erläutert

Frauke Heiligenstadt berichtete über ihren Weg zum Mitglied des Deutschen Bundestages und über ihre Arbeit in einigen Landkreisen.  Umfassend schilderte sie, welche Aufgaben sie im Deutschen Bundestag dort in zahlreichen Ausschüssen hat. Und dass es ihr sehr wichtig erscheint, auf Veranstaltungen mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Sehr wichtig für sie ist die regionale Förderung, darunter auch Mittel für die Restaurierung des Bismarckturmes in der Stadt.

Kirchen im Umbruch

Nicht ganz einverstanden sind viele Bürger, wenn Kirchen umgewandelt werden, betonte Heiligenstadt. Aber der Unterhalt der Kirchen, in denen immer weniger Menschen  zu den Gottesdiensten kommen, kann nicht immer erfolgen. Zu hinterfragen ist, ob es in Zukunft die Aufgabe des Staates ist, alle Kirchengebäude in einem guten Zustand zu erhalten. Hier muss auch ein Umdenken von den Bürgern stattfinden, so Heiligenstadt: “Wenn du willst, dass sich etwas ändert, musst du es selbst tun“. In ihrer Heimatgemeinde Gillersheim gelang es mit privaten Spenden und Fördermitteln, die Kirche im Ort zu restaurieren, bemerkte Heiligenstadt.

Der Ruck nach rechts gefährdet die Demokratie

Natürlich kam auch die Frage aus der Runde, warum zum Beispiel in Thüringen die AfD fast 30 Prozent bei den Landtagswahlen erreicht hat. Dies konnte Heiligenstadt nur bedingt beantworten, und verwies darauf, dass nach über 40 Jahren Zwangsherrschaft viele Bürger aus der damaligen DDR es nicht zu einem Umdenken geschafft haben. Auch ein Hinweis aus der Runde, dass damals in der Wendezeit der Bundeskanzler Helmut Kohl den Bürgern der damaligen DDR blühende Landschaften versprach, konnte nicht geklärt werden, warum in den östlichen Bundesländern die AfD gewählt wird.    

Ist die SPD noch eine Volkspartei?

Mehrere Wortmeldungen kamen von Jens-Nobert Marxen, der auf die Geschichte der ehemaligen Volkspartei der Sozialdemokraten zurückblickte und anzweifelte, ob die SPD den richtigen Weg in den letzten Jahren eingeschlagen hat. Heiligenstadt verwies, dass die SPD im Bundestag noch über 23 Prozent verfügt, aber in einer Koalition immer Kompromisse eingehen muss. Sie verwies aber auch an die erfolgreichen Gesetzeseingaben der Partei, wie Rente und Gesundheitsreform.und weitere sozialen Themen.

Jugendliche begeistern, Pressefreiheit, Schule

Obwohl es nur eine kleine Runde im Gemeindehaus war, standen doch hoch interessante Themen in der Diskussionsrunde an. Erika Engelke vom Vorstand der St. Andreas Kirchengemeinde dankte Frauke Heiligenstadt, dass sie auch viele persönliche Eindrücke ihrer Arbeit im Deutschen Bundestag in die Diskussion eingebracht hat. Pastor Andres Schmidt überreichte ein Harzer Geschenk an Heiligenstadt und dankte ebenfalls für ihren Besuch und ihre interessanten Ausführungen.

Die Besucher in dieser höchst interessanten Veranstaltung erlebten eine sehr engagierte Politikerin, die glaubwürdig und informativ über ihre Arbeit im Deutschen Bundestag und über weitere Themen erzählte.

Abschied von Pastor Andreas Schmidt

Dieser Abend war eine der letzten Veranstaltungen, die Pastor Andreas Schmidt geleitet hat. In seiner langjährigen Tätigkeit als Pastor brachte er immer neue Ideen ein. Neben den traditionellen Gottesdiensten brachte er neue Impulse in die Kirchenarbeit ein, so zum Beispiel eine Taufe in der Oder. In LauterNEUES berichtete Mareike Spillner vom Kirchenkreis Harzer Land vor einigen Wochen, was Andreas Schmidt weiter bewirkt hat. Und auch der Berichterstatter dieses Artikels hat über die vielfältigen Veranstaltungen von Pastor Andreas Schmidt berichtet, und ihn immer wegen seiner zugänglichen und vertrauensvollen Art sehr geschätzt.


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