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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 28. April 2025
Kirchen

Einfach gemeinsam feiern

Das erste Zucker-Osterfest in Osterode war ein voller Erfolg

Khulood Al-Shraideh und Svenja Rudloff (Fotos: Christian Dolle)
Khulood Al-Shraideh und Svenja Rudloff (Fotos: Christian Dolle)
Johanna Friedlein
Johanna Friedlein
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Ein interreligiöses Zucker-Osterfest? Kann das funktionieren? Ja, es hat funktioniert. Am vergangenen Freitag hatte das Diakonische Werk im Kirchenkreis Harzer Land dazu in den Garten der Kreuzkirche eingeladen und es wurde ausgelassen gefeiert. Christen wie Muslime gemeinsam, mit mitgebrachten Speisen, die geteilt wurden, mit Spiel und Spaß für Kinder und vielen Gesprächen über Bräuche, Religion und gelebten Glauben.

Der Brauch, dass der Osterhase zu Ostern Eier versteckt, die Kinder dann suchen können, gewann erst ab dem 19. Jahrhundert an Bedeutung. Er hat traditionell mit dem Hasen als Symbol für Fruchtbarkeit und für Christen damit auch für das Weiterleben nach dem Tod zu tun, die Verbreitung vor allem aber mit der industriellen Herstellung von Zucker, die erschwingliche Schokohasen ermöglichte.

Süßigkeiten spielen auch beim Fest des Fastenbrechens, dem Zuckerfest im Islam eine Rolle, generell gemeinsames Essen mit Verwandten und Freunden. Wie das dann aussehen kann, davon konnten sich die Gemeindeglieder und Besucher der Kreuzkirche überzeugen. Die Tische bogen sie geradezu durch, die Kinder spielten sofort zusammen, nach und nach kamen auch die Erwachsenen ins Gespräch und in den Austausch.

Pastorin Johanna Friedlein erläuterte das Entzünden der Osterkerze und die Bedeutung für die Christen, Khulood Al-Shraideh, die das Fest zusammen mit Svenja Rudloff initiierte, erzählte von gemeinsamem Feiern in der Heimat ihrer Eltern, Jordanien. „Dort feiern wir Ostern, das Zuckerfest, auch Weihnachten als Muslime und Christen alle gemeinsam.“ Für sie und ihre Familie und Freunde dort völlig selbstverständlich.

„Religion hindert uns doch nicht, auch mit anderen zu feiern“, sagt sie, „wir leben dort zusammen, haben Freundschaften, bei denen der Glaube doch nicht im Weg stehen sollte, und natürlich feiern wir auch alle gemeinsam.“ Sie sagt es mit einem Strahlen und fügt dann hinzu: „Dass ich als Muslima hier beim Diakonischen Werk arbeite, freut mich sehr. Aber viele moralische Werte im Islam und im Christentum sind ja auch sehr ähnlich.“


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