Geschrieben von Mareike Koch am 25. August 2014
„30 Minuten Orgelmusik“
Kantorin Dorothea Peppler und Dorothy Jenkins - zusammen oder im Wechselspiel – ein wahrer Genuss für die Zuhörer!

Ein ganz besonders Hörerlebnis war es diesmal: das kleine Konzert im Rahmen der monatlichen Reihe „30 Minuten Orgelmusik“ am Samstagvormittag (23.8.14) in der St. Andreas-Kirche. Denn Orgelwerke für zwei Tasteninstrumente von alten italienischen Barockmeistern, von Dorothy Jenkins und Dorothea Peppler gespielt, standen auf dem Programm.
Zunächst ging es vierhändig an der Orgel von Johann Andreas Engelhardt von 1856 los, die 1988 grundlegend von Rudolf Janke restauriert und 2013 klanglich noch verfeinert wurde. „A fancy for two to play“ von Thomas Tomkins machte den Anfang, es folgten „Three duets for Eliza“ (Samuel Wesley), und die „Gavotte“ von Ludwig van Beethoven. Nach einem kurzen Zwischenapplaus wechselte Dorothy Jenkins, die jetzige Posaunenchorleiterin der St. Andreas-Kirchengemeinde, die in jungen Jahren in Frankfurt noch bei Helmut Walcha Orgel studierte, an die kleine Truhenorgel im Altarbereich. Leicht, fröhlich und melodiös erklangen beide Orgeln nun zusammen oder im Wechselspiel – ein wahrer Genuss für die Zuhörer! Von Ludovico Grossi da Viadana erklang „La Cremonese“, von Baltasare Pfeyll die „Sonate in G“ und von Gaetano Piazza die „Sonate in F“, ehe langanhaltender Schlussapplaus ertönte. „Die Zugabe ist dann bei einem der nächsten Konzerte zu hören“, scherzte Kantorin Dorothea Peppler, ehe sie ihrer Kollegin Dorothy Jenkins ein Blumenpräsent überreichte. Und Gelegenheit, in den Genuss der Zugabe zu kommen, gibt es schon bald.
Am Samstag, den 20. September, um 11 Uhr spielt die langjährig in St. Andreas hauptamtlich wirkende Kirchenmusikerin Dorothea Peppler, die in Essen bei Gispert Schneider studiert hat, an der Orgel in der St. Andreas-Kirche wieder „30 Minuten Orgelmusik“.
Auf dem Programm stehen choralgebundene und freie Orgelwerke von Gottfried A. Homlius, dessen 300. Geburtsjahr in diesem Jahr gedacht wird, Johann Ludwig Krebs sowie Carl Philipp Emanuel und Johann Sebastian Bach. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte zur Unterstützung der Kirchenkonzerte aber gern gesehen.
Fotos: Mareike Koch