Geschrieben von Gordy/IH am 17. Februar 2015
Kirchen
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Stunde der Kammermusik” in der St.Andreas-Kirche konnten die Besucher am Freitagabend (13.2.) eine ganz besondere Stunde erleben: Musik des Barock und des 20. Jahrhunderts.
Die Ausführenden, die sich in den Dienst dieser Musik gestellt hatten, waren Elke Hardegen-Düker (Blockflöte) und Dorothea Peppler (Cembalo).
Sie hatten für diese Instrumentenkombination - „flautasto“ - ein Programm als „Zeitsprung vom 17. ins 20. Jahrhundert“ ausgewählt.
Trotz dieser nur 2 Musikepochen erwies sich das Konzert als sehr abwechslungsreich in der Besetzung, indem Blockflöten verschiedenster Bauarten und Größen erklangen und beide Musikerinnen auch einmal solistisch spielten, als auch in der Abfolge der sehr unterschiedlichen Werkcharaktere.
Einen liebreizenden Einstieg bot das Canzon von Ludovico da Viadana für Renaissance-Sopranflöte und Basso continuo, das von Elke Hardegen geschmackvoll mit zeittypischen frühbarocken Auszierungen versehen wurde.
Es folgte eine Händel-Sonate (B-Dur) für Alt-Flöte und B.c. - mit feurigen Tempi in den schnellen Eck-Sätzen und einem ausdrucksvollen Adagio.
Als ebenbürtiger Partner zur Flauto dolce erwies sich das „obligat“ konzertierende Cembalo bei der Sonate F-Dur (eigentlich Es-Dur für Querflöte), die – mit ihrer schon sehr „empfindsamen“ Tonsprache - nicht ganz klar entweder Johann Sebastian Bach oder seinem Sohn Carl Philipp Emanuel zugeordnet werden kann.
Der Zeitsprung ins 20. Jahrhundert wurde mit 2 kurzen Sätzen für Sopranflöte solo von Matthias Maute vollzogen. Die Musik war mit ihren Blues- und Swing-Elementen angenehm unterhaltend.
Mit einer Suite in -moll von Charles Dieupart für Voice-Flute (eine tiefe Flöte in Tenorlage) und B.c. ging es zeitlich noch einmal zurück in das französische Hochbarock. Nach einer typischen Ouverture folgten etliche Tanzsätze, bei denen der betörend weiche Klang der tiefen Voiceflute gelegentlich etwas von den hellen Obertönen des Cembalos überdeckt wurde.
Für zeitgenössische Kompositionen typischere Elemente (Cluster, Glissandi, Kanonbildungen u.a.) erklangen bei dem Werk „pour le clavecin“ von Winfried Michel. Dorothea Peppler öffnete die Ohren mit kurzen einleitenden Worten zum Komponisten und dem Werk, das in 4 Abschnitten augenzwinkernd und abwechslungsreich mit den zentralen Tönen „B-A-C-H“ spielt.
Vielseitig von Empfindsam bis Hochvirtuos wurde das Konzert mit den zahlreichen sehr abwechslungsreichen Variationen zu „La folia“ (einem „Gassenhauer“ des Barock) für Altflöte und Basso continuo von Arcangelo Corelli beschlossen.
Die Konzertbesucher spendeten aufrichtigen Beifall am Ende dieser Stunde und durften noch ein inniges Andante aus einer Flötensonate von Johann Sebastian Bach hören.
Am Sonntag präsentierten dann die Teilnehmerinnen des Blockflötenseminars in einem sehr gut besuchten musikalischen Festgottesdienst, was sie am Samstag gemeinsam mit Elke Hardegen-Düker erarbeitet hatten: Stücke von J.H. Schein, J. Dowland und A. Rosenheck sowie zwei doppelchörige Werke von Ludovico da Viadana.
Stunde der Kammermusik in der St. Andreas-Kirche ...
... als Eröffnungsabend des 5. Bad Lauterberger Blockflötenseminars
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Stunde der Kammermusik” in der St.Andreas-Kirche konnten die Besucher am Freitagabend (13.2.) eine ganz besondere Stunde erleben: Musik des Barock und des 20. Jahrhunderts.
Die Ausführenden, die sich in den Dienst dieser Musik gestellt hatten, waren Elke Hardegen-Düker (Blockflöte) und Dorothea Peppler (Cembalo).
Sie hatten für diese Instrumentenkombination - „flautasto“ - ein Programm als „Zeitsprung vom 17. ins 20. Jahrhundert“ ausgewählt.
Trotz dieser nur 2 Musikepochen erwies sich das Konzert als sehr abwechslungsreich in der Besetzung, indem Blockflöten verschiedenster Bauarten und Größen erklangen und beide Musikerinnen auch einmal solistisch spielten, als auch in der Abfolge der sehr unterschiedlichen Werkcharaktere.
Einen liebreizenden Einstieg bot das Canzon von Ludovico da Viadana für Renaissance-Sopranflöte und Basso continuo, das von Elke Hardegen geschmackvoll mit zeittypischen frühbarocken Auszierungen versehen wurde.
Es folgte eine Händel-Sonate (B-Dur) für Alt-Flöte und B.c. - mit feurigen Tempi in den schnellen Eck-Sätzen und einem ausdrucksvollen Adagio.
Als ebenbürtiger Partner zur Flauto dolce erwies sich das „obligat“ konzertierende Cembalo bei der Sonate F-Dur (eigentlich Es-Dur für Querflöte), die – mit ihrer schon sehr „empfindsamen“ Tonsprache - nicht ganz klar entweder Johann Sebastian Bach oder seinem Sohn Carl Philipp Emanuel zugeordnet werden kann.
Der Zeitsprung ins 20. Jahrhundert wurde mit 2 kurzen Sätzen für Sopranflöte solo von Matthias Maute vollzogen. Die Musik war mit ihren Blues- und Swing-Elementen angenehm unterhaltend.
Mit einer Suite in -moll von Charles Dieupart für Voice-Flute (eine tiefe Flöte in Tenorlage) und B.c. ging es zeitlich noch einmal zurück in das französische Hochbarock. Nach einer typischen Ouverture folgten etliche Tanzsätze, bei denen der betörend weiche Klang der tiefen Voiceflute gelegentlich etwas von den hellen Obertönen des Cembalos überdeckt wurde.
Für zeitgenössische Kompositionen typischere Elemente (Cluster, Glissandi, Kanonbildungen u.a.) erklangen bei dem Werk „pour le clavecin“ von Winfried Michel. Dorothea Peppler öffnete die Ohren mit kurzen einleitenden Worten zum Komponisten und dem Werk, das in 4 Abschnitten augenzwinkernd und abwechslungsreich mit den zentralen Tönen „B-A-C-H“ spielt.
Vielseitig von Empfindsam bis Hochvirtuos wurde das Konzert mit den zahlreichen sehr abwechslungsreichen Variationen zu „La folia“ (einem „Gassenhauer“ des Barock) für Altflöte und Basso continuo von Arcangelo Corelli beschlossen.
Die Konzertbesucher spendeten aufrichtigen Beifall am Ende dieser Stunde und durften noch ein inniges Andante aus einer Flötensonate von Johann Sebastian Bach hören.
Am Sonntag präsentierten dann die Teilnehmerinnen des Blockflötenseminars in einem sehr gut besuchten musikalischen Festgottesdienst, was sie am Samstag gemeinsam mit Elke Hardegen-Düker erarbeitet hatten: Stücke von J.H. Schein, J. Dowland und A. Rosenheck sowie zwei doppelchörige Werke von Ludovico da Viadana.
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