Biblische Szenen, Musik, eine Lichtgeschichte, Kabarett – und noch vieles mehr hat die 3. Lange Nacht der Kirchen in der Bäderregion..." /> . Biblische Szenen, Musik, eine Lichtgeschichte, Kabarett – und noch vieles mehr hat die 3. Lange Nacht der Kirchen in der Bäderregion..." />

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Donnerstag, 13. Juni 2024
Login



Geschrieben von Mareike Koch und Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 29. Juni 2015
Kirchen

Raum für Gemeinsamkeit, Stille, Musik, Freude und kritische Fragen

3. Lange Nacht der Kirchen in der Bäderregion hat vielseitiges Programm geboten

Bildgeschichte in Bad Sachsa.
Bildgeschichte in Bad Sachsa.
Kantorei Bartolfelde/Osterhagen.
Kantorei Bartolfelde/Osterhagen.
Dorothea Peppler in Bartolfelde.
Dorothea Peppler in Bartolfelde.
Bläserchor St. Nikolai in Steina.
Bläserchor St. Nikolai in Steina.
Bibelausstellung.
Bibelausstellung.
Pastor Bernd Menzel in Bad Sachsa.
Pastor Bernd Menzel in Bad Sachsa.
Abschluss in Bad Sachsa.
Abschluss in Bad Sachsa.

Biblische Szenen, Musik, eine Lichtgeschichte, Kabarett – und noch vieles mehr hat die 3. Lange Nacht der Kirchen in der Bäderregion am Freitagabend (26.06.2015) geboten. In der Katharinen-Kirche in Steina machte der Bläserchor St.-Nikolai aus Bad Sachsa den Anfang. Zu biblischen Szenen präsentierten er Musik, die die Stimmungen aufgriff und verstärkte. Zu dramatischen Trompetenklängen war der Einsturz der Mauern von Jericho gut vorstellbar, während leichtere Klänge die Freude des Volkes Israel über ihre geglückte Flucht aus Ägypten und die Erwartung des Neubeginns im gelobten Land Kanaan spüren ließen. Zum Abschluss gab es den John Miles-Klassiker „Music“, der selten so würdevoll und erhebend klang wie in dieser von Florian Bergmann arrangierten Version.

Musik gab es auch in der St. Bartholdi-Kirche in Bartolfelde zu hören. Die Kantorei Bartolfelde/Osterhagen ließ die vielen Zuhörer thematisch in das Himmelreich abheben. „So, und jetzt lassen wir die Seele baumeln – in Abrahams Schoß“, hieß es bei „Rock my soul in the bosom of Abraham“. Und beim letzten Stück sangen die Gäste sogar mit. Eine gute Einstimmung auf den kleinen Kirchenfreund Norbert Hammermeister und sein kritisch-lustiges Kabarett-Programm, das im Anschluss folgte.

Unter dem Motto „Musik & Bibel“ standen das Orgelspiel von Margret Kernbach und die passende biblische Begleitung in der St. Nikolai-Kirche in Bad Sachsa. Anschließend sprach Pastor Bernd Menzel über Lucas Cranach, den Maler der Reformationszeit, und seinen Sohn, während in Steina der Gottesdienst mit dem IMAGO-Team „einmal anders“ gefeiert wurde. Mit einer kleinen Szene aus der Geschichte von Jakob, der seinem Bruder Esau das Erstgeburtsrecht streitig macht. „Und noch heute können wir uns fragen: Warum ließ und lässt Gott Unrecht zu?“ stellte Pastorin Alexandra Beiße diese kritische Frage in die Runde, bevor die Kirchenbesucher persönliche Fragen und Anklagen an eine Klagemauer heften konnten.

 

„Eventuell ein bisschen anspruchsvoll“

Unterdessen warnte Dorothea Peppler in Bartolfelde: „Es wird jetzt eventuell ein bisschen anspruchsvoll“, bevor sie gemeinsam mit Petra Utermöller biblische Sonaten von Johann Kuhnau auf der Orgel erklingen ließ. Anspruchsvoll deshalb, weil die barocken Musikstücke mit Texten aus der gleichen Zeit erläutert wurden und sie als Anfänge der Programmmusik gelten. Doch die barocke Programmmusik stellte sich als eine Art Urform heutiger Filmmusik heraus, die beispielsweise die Geschichte von David und Goliath mal spannungsgeladen, mal triumphierend in der Sprache der Musik erzählte. Lieder und Liederliches aus der Reformation waren zeitgleich in Steina von Pastor i.R. Dr. Friedrich Seven zu hören.

In jeder Kirche wurden zudem Bibel-Leihgaben von der bunten Kinder- bis zur Kunstbibel in kleinen Ausstellungen präsentiert. Um verdeckte Schönheit ging es in einer Lichtgeschichte in Bad Sachsa, die vom Jugend-Gottesdienst-Team vorbereitet, und von Ehepaar Metzger vorgetragen wurde. Darin legt ein Bildhauer aus einem Felsklotz mit viel Fein- und Fingerspitzengefühl eine wunderschöne Figur frei. „Eine schöne Gestalt steckt in jedem – man muss sie nur freilegen“, so der Tenor. Und damit verbunden die Frage, ob all der Schnickschnack wirklich nötig ist: „Ist die Seele nicht schön genug?“ Ein Thema zum Nachdenklichwerden, bevor es in der St. Nikolai-Kirche dunkel wurde und eine besondere Atmosphäre das nur von einigen Kerzen in stimmungsvolles Licht getauchte Kirchenschiff erfüllte. Eine kleine Kirchenführung im Dunkeln und damit ein Blick auf die farbenprächtigen Engel-Malereien am Tonnengewölbe folgte, die die Besucher – genauso wie der Abschlusssegen – auf dem Heimweg in ihren Gedanken begleiteten.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche