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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Dorothea Peppler am 01. August 2016
Kirchen

„Summertime“ in der St. Andreas-Kirche

Ein stimmungsvoller Konzertabend

Harfenistin Julia Pritz und Sängerin Alena-Maria Stolle
Harfenistin Julia Pritz und Sängerin Alena-Maria Stolle


Ein großes Publikum erlebte im Rahmen der monatlichen Kammermusikreihe ein sommerliches Duo-Konzert für Harfe und Gesang in der St. Andreas-Kirche Bad Lauterberg.

Die Sängerin Alena-Maria Stolle aus Weimar und die Harfenistin Julia Pritz aus Wetzlar brachten eine abwechslungsreiche Sammlung sehr bekannter aber auch selten zu hörender Lieder und Arien aus 4 Jahrhunderten mit.

Der Abend begann mit dem bekannten „Barock- Hit“ „Ombra mai fu“ aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel und der „Sommernacht“ von Christoph Willibald Ritter von Gluck. Es folgte vom Jubilar Max Reger „Volklied“ und „Waldeinsamkeit“,
bei denen die Sängerin mit ihrer warmen Stimmfarbe, einem großen Tonumfang sowie einer erstaunlichen Lautstärke, die Harfenistin mir ihrer Innigkeit überzeugte.

Es folgten zwei Harfensoli des englischen Barockkomponisten William Croft, die Julia Pritz sehr ausdrucksvoll, aber gelegentlich recht frei interpretierte.

Nach einem ebenfalls nicht so bekannten Stück von Benjamin Britten, bei dem wieder beide Musikerinnen gemeinsam agierten, folgte der bekannte „Solveigs Sang“ von Edward Grieg. Hier zeigte die Sängerin eine enorme Stimmkraft, so dass die Harfe zeitweilig zu leise war.

Mit drei Liedern von Claude Debussy kamen auch die Liebhaber impressionistischer Klänge voll auf ihre Kosten. Auch das zweite Harfensolo des Abends, „Pistache“ des zeitgenössischen Komponisten Bernd Andres, der eine Stücksammlung zu verschiedenen Gewürzen geschrieben hat, entführte in ähnliche Klangwelten.

„Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin durfte an so einem warmen Sommerabend natürlich nicht fehlen, zumal das Konzert unter diesem Titel stattfand. Abschließend boten die Musikerinnen jeweils ein Stück aus der Oper „Pique Dame“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky und „Angiol di pace“ von Vincenzo Bellini. Die Sängerin kam ganz aus sich heraus, wobei die Harfinistin immer souverän begleitete, auch wenn sie dynamisch manchmal der Stimmgewalt ihrer Duettpartnerin unterlegen war.

Dank eines Textzettels mit den Übersetzungen der fremdsprachlichen Liedtexte konnten die Zuhörer dem Inhalt aller Stücke folgen, was das Hörerlebnis eindeutig bereicherte. Das Publikum dankte den beiden Künstlerinnen für den sommerlichen und stimmungsvollen Konzertabend mit langem Beifall, so dass das Duo als Zugabe das Ave Maria“ von Gounod/Bach darboten.
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