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Freitag, 24. Mai 2024
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 13. August 2017
Kirchen

Menschliche Gemeinsamkeiten statt kultureller Unterschiede

In Osterode ist das Picknick der Kulturen gefeiert worden

Unterschiede zwischen den Kulturen spielten kaum eine Rolle…
Unterschiede zwischen den Kulturen spielten kaum eine Rolle…
…alle wurden zu einer bunten Gemeinschaft.
…alle wurden zu einer bunten Gemeinschaft.
Es wurde viel getanzt.
Es wurde viel getanzt.
Jeder trug zum gemeinsamen Buffet bei.
Jeder trug zum gemeinsamen Buffet bei.
Viele kamen zum Picknick der Kulturen.
Viele kamen zum Picknick der Kulturen.
Con Aglio waren eine der Bands, die spielten.
Con Aglio waren eine der Bands, die spielten.
Die Harzer Puppenbühne begeisterte die Kinder.
Die Harzer Puppenbühne begeisterte die Kinder.

Als die sogenannte Flüchtlingswelle auf ihrem Höhepunkt war, fanden sich insbesondere in Osterode einige Menschen zusammen, die schnell und oft unbürokratisch halfen. Allen voran die Paten der Initiative „Willkommen in OHA“ beließen es aber nicht bei der ersten Hilfe in Sachen Ämtergänge und Wohnungseinrichtung, sondern hielten mit vielen Flüchtlingsfamilien engen Kontakt und sorgten so für eine enge Vernetzung Einzelner und einiger wichtiger Institutionen, was für echte Integration so wichtig ist.

Die Früchte dieser Arbeit waren am Samstag (12.08.2017) beim Picknick der Kulturen in der Volkshochschule zu sehen. Dort trafen mehrere hundert Menschen aus Afghanistan, aus Syrien, aus Albanien, aus dem Irak, aus Eritrea, Iran und einigen weiteren Ländern aufeinander, jeder brachte etwas zu essen für ein großes internationales Buffet mit und es wurde ganz ungezwungen gemeinsam gefeiert.

Für die Kinder gab es Puppenspiele der Harzer Puppenbühne und von Gerd Wiedl und für alle viel Musik aus aller Welt von Miamaba, Saskia Tan, Brandy Schuster, dem Chor Parea, der Gale Band, Con Aglio und einigen mehr. Für einen besonderen Höhepunkt sorgten Ehsan Azizyar, Naser Sarwari und Nooragha Rahimi, die nicht nur ihre Landleute, sondern fast alle im Saal zum Tanzen brachten und kulturelle Unterschiede an diesem Tag eindeutig hinter menschlichen Gemeinsamkeiten zurücktreten ließen.

 

Bei gemütlichem Fest ausgelassen gefeiert

Organisiert war alles von Willkommen in OHA, STArQ für Menschen, dem Jugendring Harzland, Bunt statt Braun, der Volkshochschule, der BBS I, dem DRK, dem Interkulturlabor, der Offenen Gesellschaft und einigen weiteren ehrenamtlichen Helfern. Doch trotz all dieser beteiligten Institutionen, hatte die Veranstaltung keinen belehrenden oder irgendwie ideologischen Beigeschmack, sondern war tatsächlich ein gemütliches Fest, bei dem ausgelassen gefeiert wurde und die Herkunft eine untergeordnete Rolle spielte.

In gewisser Weise zeigte sich hier auch, wie alteingesessene Einwohner und neu hinzukommende Flüchtlinge zusammenwachsen können und wie durch jedes neue Gesicht die Stadt belebt und auch bereichert wird. Das ist den Organisatoren in den vergangenen Jahren geradezu beispiellos gelungen und es gibt in der Stadt eine breite Mehrheit, die Toleranz lebt und Integration ermöglicht. Vor allem aber sind viele nach Osterode gekommen, die sich hier eingliedern möchten, die kulturelle Angebote ihrer neuen Heimat wahrnehmen und die Ideen haben, um sie noch bunter und lebendiger zu machen.

 

Menschen, die sich füreinander interessieren

Manchmal braucht es offenbar keine großen politischen Signale, sondern vor allem Menschen, die sich füreinander interessieren und aufeinander zugehen. Das war nicht nur an diesem Wochenende in Osterode zu erleben, sondern vermutlich ebenso am kommenden Wochenende in Bad Lauterberg, wo am Samstag, 19. August 2017, von 11 bis 14 Uhr auf dem Kirchplatz der Tag der Nationen gefeiert wird.


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